Kirche/Kloster

St. Martinus

Schloßstraße 2, 73072 Donzdorf

Highlights

  • St. Martinus in Donzdorf ist ein spätgotischer Sakralbau aus dem Jahr 1490 mit barockem Innenraum und historischen Deckengemälden von Josef Wannenmacher.
  • Die Kirche beherbergt seit 2011 eine neue Orgel von Orgelbaumeister Daniel Kern und ist rollstuhlgerecht mit Parkplatz und Eingang.
  • Das Pfarrhaus von 1702 und die 1899 geschaffene Mariensäule ergänzen das historische Umfeld der Pfarrkirche.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen barrierefreien Eintritt in die Kirche St. Martinus in Donzdorf.
  • Ein Parkplatz mit Rollstuhlgerechtigkeit befindet sich in unmittelbarer Nähe der Kirche für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
  • Die spätgotischen Elemente im Innenraum wie die Deckengemälde von Josef Wannenmacher bieten historische Einblicke in die Baugeschichte.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Martinus Donzdorf

Die St. Martinus-Kirche in Donzdorf ist ein markantes Wahrzeichen der Stadt und ein bedeutendes Beispiel sakraler Architektur. Der spätgotische Kern des Gebäudes stammt aus der Zeit um 1490, als die Grundmauern gelegt wurden. Besonders bemerkenswert sind die Deckengemälde von Josef Wannenmacher sowie das historische Gestühl, dessen Wangen bis heute erhalten geblieben sind. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Innere im Stil des Spätbarocks umgestaltet, was dem Raum eine prächtige, barocke Note verleiht.

Ein zentrales Element der Kirche ist die Orgel, die seit 2011 von Orgelbaumeister Daniel Kern aus Straßburg gebaut wurde. Sie bereichert die musikalische Gestaltung der Gottesdienste und verleiht dem Gotteshaus eine besondere akustische Atmosphäre. Die Kirche ist zudem barrierefrei gestaltet – sowohl der Eingang als auch der angrenzende Parkplatz sind rollstuhlgerecht, sodass sie für alle Besucher zugänglich ist.

Direkt im Umfeld der St. Martinus-Kirche befinden sich weitere historische Bauten, die die Verbindung zur Ortsgeschichte unterstreichen. Das 1702 erbaute Pfarrhaus sowie die 1899 von einem Donzdorfer Steinhauer geschaffene Mariensäule prägen das Ensemble. Zudem wird in der Kirchengemeinde regelmäßig an die Verstorbenen erinnert: Mehrmals im Jahr finden Gebetsgottesdienste für die Angehörigen der in den letzten Monaten Verstorbenen statt.

Ein besonderes ökumenisches Ereignis ist der Erntebittgottesdienst, der seit über 200 Jahren in der Region gefeiert wird. Seit einigen Jahren wird er gemeinsam von katholischen und evangelischen Gemeinden in der Seelsorgeeinheit St. Martinus abgehalten. Der Gottesdienst verbindet Tradition mit gegenwärtiger Spiritualität und ist ein fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in Donzdorf.

Die Kirche steht nicht allein, sondern ist Teil eines lebendigen kirchlichen Netzwerks. So wird etwa auf die Wallfahrtstradition verwiesen, die seit 1728 dokumentiert ist und 1880 durch Graf Otto von Rechberg und Rothenlöwen neu belebt wurde. Auch historische Bezüge wie die Erteilung des Stadtrechts an Weißenstein im Jahr 1391 zeigen, wie tief die Kirche mit der regionalen Geschichte verwurzelt ist. St. Martinus ist damit nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Stück lebendige Ortsidentität.

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