Eichen-Buchenwald bei Haus Düsse
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Eichen-Buchenwald bei Haus Düsse in Bad Sassendorf umfasst 8,71 Hektar naturnahen Laubwald.
- Es schützt bedrohte Arten wie den Großen Mausohr und den Wespenbussard sowie typische Waldlebensgemeinschaften.
- Das Gebiet grenzt südlich an Haus Düsse und wird im Norden von der Schoneberger Straße begrenzt.
Tipps
- Das Naturschutzgebiet ist über einen unbefestigten Weg erreichbar, der nördlich von Haus Düsse führt.
- Im Wald dominieren Eichen und Buchen, begleitet von artenreicher Strauch- und Krautschicht.
- Das Gebiet eignet sich für Beobachtungen seltener Arten wie des Großen Mausohrs und des Wespenbussards.
Eigenschaften
Über Eichen-Buchenwald bei Haus Düsse
Der Eichen-Buchenwald bei Haus Düsse ist ein 8,71 Hektar großes Naturschutzgebiet nordwestlich von Ostinghausen im Gemeindegebiet von Bad Sassendorf im Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen. Es wurde ausgewiesen, um ein naturnahes Laubwaldareal mit typischen Baum- und Straucharten der Region zu erhalten. Südlich grenzt direkt das Gelände des landwirtschaftlichen Versuchs- und Bildungszentrums Haus Düsse an, während im Norden die Schoneberger Straße das Gebiet begrenzt. Westlich befinden sich landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Das Schutzgebiet liegt am Rand der Ahseaue und besteht überwiegend aus einem strauchreichen Eichen-Buchenwald. In der Baumschicht dominieren Stieleichen, ergänzt durch alte Rotbuchen, Eschen, Berg-Ahorne sowie vereinzelt Ulmen, Linden und Hainbuchen. Auch Rosskastanien, Schwarz-Erle und Vogelbeere kommen vor. Die Bäume erreichen Wuchshöhen von bis zu 25 Metern. Die Strauchschicht ist mit einer Höhe von bis zu sechs Metern stellenweise dicht ausgebildet und wird dominiert von Haselnuss, Holunder und Brombeeren. Auch Stachelbeere und Zweigriffeliger Weißdorn sind vertreten. Der Bergahorn zeigt eine starke Naturverjüngung und kann lokal die Kraut- und Strauchschicht dominieren.
Die Krautschicht des Waldes ist insgesamt artenreich und gut entwickelt. In lichteren oder gestörten Bereichen kann die Große Brennnessel in Dominanzbeständen auftreten. Weitere im Gebiet nachgewiesene Pflanzenarten sind unter anderem Aronstab, Echte Nelkenwurz, Efeu, Frauenfarn, Gewöhnlicher Wurmfarn, Großes Hexenkraut, Gundermann, Riesen-Schwingel, Ruprechtskraut sowie Wald-Flattergras und Wald-Ziest. Im Wald verlaufen einige unbefestigte Wege, die einen leichten Zugang zu verschiedenen Bereichen ermöglichen.
Ein zentrales Schutzziel des Naturschutzgebietes ist die Erhaltung und Entwicklung eines Laubwaldgebietes mit den für die heimischen Laubwaldgesellschaften typischen Arten. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf dem Schutz gefährdeter Tierarten wie des Großen Mausohrs, für das das Gebiet als bedeutendes Jagdrevier dient, sowie des Wespenbussards, der hier brütet. Das langfristige Ziel ist die Pflege eines strukturell vielfältigen Waldökosystems, das auch Altholz- und Totholzphasen umfasst.