Jüdischer Friedhof
Highlights
- Der Jüdische Friedhof in Dormagen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und ist ein geschütztes Baudenkmal.
- Erste schriftliche Erwähnung des Friedhofs erfolgte 1862, der älteste Grabstein stammt aus dem Jahr 1869.
- Die letzte Beisetzung fand 2000 statt, heute sind noch 29 Grabsteine erhalten.
Tipps
- Der Jüdische Friedhof in Dormagen befindet sich am Rand der Zonser Heide und ist über einen separaten Weg erreichbar.
- Der Friedhof ist durch eine 1,90 Meter hohe Mauer geschützt, das Gittertor sollte vorsichtig geöffnet werden.
- Auf dem Gelände befinden sich 29 erhaltene Grabsteine, darunter der älteste aus dem Jahr 1869.
Eigenschaften
Jüdischer Friedhof Dormagen – Kulturdenkmal und historische Ausflugsziele in NRW
Der Jüdische Friedhof in Dormagen ist ein bedeutendes Kulturdenkmal im Rhein-Kreis Neuss, das an der Krefelder Straße nahe des ehemaligen Augustinerkrankenhauses liegt. Mit einer Fläche von rund 1.600 Quadratmetern ist der Friedhof ein geschütztes Baudenkmal und Zeugnis einer jahrhundertelangen jüdischen Geschichte in der Region. Die Anlage diente der jüdischen Gemeinde Dormagen-Zons als letzte Ruhestätte und wurde erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts erwähnt.
Die Geschichte des Friedhofs spiegelt die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Dormagen wider. Diese gehörte zunächst zur Synagogengemeinde Dormagen-Zons, die ab 1858 als Spezialgemeinde im Synagogenbezirk Neuss geführt wurde. Im Laufe der Jahrzehnte schwankte die Mitgliederzahl der Gemeinde, wobei in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg rund 40 jüdische Familien in Dormagen lebten. Auf dem Friedhof selbst finden sich heute noch 29 erhaltene Grabsteine, sogenannte Mazewot, deren ältester aus dem Jahr 1869 stammt. Die letzte Beisetzung erfolgte im Jahr 2000.
Wegen mehrfacher Schändungen wurde der Friedhof 1925 durch eine 1,90 Meter hohe Mauer eingefasst, um ihn vor weiteren Zerstörungen zu schützen. Das Gittertor und die Umfassungsmauer prägen bis heute das Erscheinungsbild des Ortes. Der Friedhof liegt etwas abseits am Rand der Zonser Heide und vermittelt durch seine ruhige Lage einen besinnlichen Charakter, der den Besucher zur Reflexion einlädt.
Der Jüdische Friedhof steht nicht nur als geschichtsträchtiger Ort der Erinnerung, sondern auch als Mahnmal für die jüdische Kultur in Dormagen. Er ist Teil eines breiteren Dokumentationsprojekts zur Erhaltung jüdischer Grabinschriften in Nordrhein-Westfalen und wird vom Landschaftsverband Rheinland sowie vom Salomon Ludwig Steinheim-Institut erfasst und digitalisiert. Besucher erfahren so nicht nur Einblicke in das Leben der Verstorbenen, sondern auch in die kulturelle Vielfalt der Region.
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Häufige Fragen zu Jüdischer Friedhof
Wo befindet sich der Jüdische Friedhof in Dormagen?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Jüdische Friedhof in Dormagen erstmals erwähnt?
Quelle: wikipedia
Wie viele Grabsteine sind heute noch auf dem Jüdischen Friedhof in Dormagen erhalten?
Quelle: wikipedia
Ist der Jüdische Friedhof in Dormagen ein Denkmal?
Quelle: wikipedia
Wann fand die letzte Beisetzung auf dem Jüdischen Friedhof in Dormagen statt?
Quelle: wikipedia