Felix Muller Museum
Highlights
- Das Felix-Müller-Museum in Neunkirchen am Brand zeigt über 50 Werke des Künstlers, darunter Grafiken, Gemälde und Skulpturen.
- Felix Müller, 1904 in Augsburg geboren, schuf religiöse und landschaftliche Werke und prägte das Ortsbild von Neunkirchen.
- Das Museum befindet sich im ehemaligen Zehntscheuer und wurde 2000 mit Unterstützung der Stiftung Gertrud Müller eröffnet.
Tipps
- Das Museum befindet sich im Dachgeschoss des ehemaligen Zehntspeichers, der Zugang erfolgt über enge Treppen – geeignete Kleidung empfiehlt sich.
- Wechselnde Ausstellungen zeigen rund 50 Werke des Künstlers, darunter Porträts, Landschaften und Skulpturen aus verschiedenen Epochen seines Schaffens.
- Multimediale Elemente wie Original-Tonaufnahmen und eine nachgestellte Küchennische bieten Einblicke in Leben und Werk des Künstlers.
Eigenschaften
Über Felix Muller Museum
Das Felix-Müller-Museum in Neunkirchen am Brand widmet sich dem Leben und Werk des bedeutenden Künstlers Felix Müller, der von 1948 bis zu seinem Tod in der fränkischen Gemeinde lebte und wirkte. Untergebracht im Dachgeschoss des historischen Zehntspeichers am Zehntplatz, präsentiert das Museum einen Querschnitt durch das umfangreiche künstlerische Schaffen des Malers und Bildhauers. Zu seinen Werken zählen neben expressiven religiösen Skulpturen und Kreuzigungen auch Landschaftsbilder der fränkischen Region, Porträts sowie Gebrauchskunst für öffentliche und private Auftraggeber.
Geboren in Augsburg, lebte Felix Müller in den 1920er und 1930er Jahren zunächst in Laubendorf bei Fürth. Aufgrund seiner Nähe zum Expressionismus geriet er unter der Naziherrschaft zunehmend unter Druck, wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen und musste an die russische Front. Dort konnte er erstaunlicherweise weiterhin künstlerisch tätig sein. Die meisten seiner frühen Arbeiten gingen jedoch im Krieg und in der Nachkriegszeit verloren. Erst sein "zweites Leben" in Neunkirchen am Brand brachte neue kreative Impulse. 1961 baute er sich dort ein eigenes Wohnhaus, dessen Küchennische im Museum nachgestellt ist.
Das Museum vermittelt nicht nur durch seine wechselnden Ausstellungen von Gemälden, Grafiken, Tonplastiken und Bronzeskulpturen einen lebendigen Eindruck vom Werk Felix Müllers, sondern auch durch multimediale Elemente. So können Besucher originalgetreue Tonaufnahmen des Künstlers hören, die Einblicke in seine künstlerische und persönliche Welt gewähren. Seine Auseinandersetzung mit der Moderne, mittelalterlicher Kunst und außereuropäischen Kulturen spiegelt sich in einem Schaffen wider, das von innerer Notwendigkeit und spiritueller Tiefe geprägt ist.
Die Einrichtung des Museums im Jahr 2000 erfolgte auf Initiative der Felix-Müller-Stiftung, die von seiner Witwe Gertrud Müller gegründet wurde. Sie übergab den künstlerischen Nachlass ihres Mannes dem Markt Neunkirchen am Brand, um dessen Werk dauerhaft zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit rund 4.000 Grafiken, über 150 Gemälden und Skulpturen sowie zahlreichen Briefen dokumentiert das Museum den vielschichtigen kreativen Weg eines Künstlers, der maßgeblich das Ortsbild Neunkirchens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mitgestaltete.