Kirche/Kloster

Kath. Pfarrkirche St. Laurentius

Augustusstraße 24, 45721 Haltern am See

Highlights

  • Die Kath. Pfarrkirche St. Laurentius in Haltern entstand 1961/62 als zweite katholische Stadtkirche mit einer 27-registrigen Orgel von 1962.
  • Im Turm hängt ein um 1500 entstandenes Laurentius-Bild (Nr. 1235) aus dem mittelrheinischen Raum, während ein 1520 datiertes Gewandstück im Kreuzschrein versteckt ist.

Tipps

  • Der barocke Leuchter aus Bronze zählt zu den ältesten religiösen Kunstwerken Halterns und stammt aus der romanischen Zeit des 12. Jahrhunderts.
  • Die neugotische Kanzel zeigt an den Ecken Statuen der Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Gregor der Große und Hieronymus unter Baldachinen.
  • Die Orgel aus dem Jahr 1971 ersetzt ein älteres Instrument und verfügt über einen neugotischen Prospekt aus dem 18. Jahrhundert.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius Haltern am See

Die Katholische Pfarrkirche St. Laurentius in Haltern am See ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk und ein zentraler Ort des katholischen Lebens in der Region. Die Kirche entstand im 19. Jahrhundert als zweite katholische Stadtkirche im Westen Halterns, nachdem bereits in den 1930er Jahren erste Planungen für einen Neubau vorlagen. Ihr neugotischer Stil prägt bis heute das Erscheinungsbild und schafft eine atmosphärische Verbindung zur historischen Tradition der Pfarrei.

Im Inneren beeindruckt die Kirche durch eine reiche Ausstattung, die über Jahrhunderte gewachsen ist. Besonders hervorzuheben ist die Turmkapelle, in der ein wertvolles Gemälde des Heiligen Laurentius aus dem 15. Jahrhundert hängt – ein Werk aus dem mittelrheinischen Raum. Bei Restaurierungen wurden historische Schätze entdeckt, wie ein um 1520 entstandenes Gewandstück hinter einem Kreuz oder ein romanischer Bronzeleuchter aus dem 12. Jahrhundert, der als ältestes religiöses Kunstzeugnis Halterns gilt. Auch ein gotisches Ciborlum aus dem 15. Jahrhundert, ursprünglich als Reliquiar genutzt, zählt zu den Kostbarkeiten.

Die Orgel der St. Laurentius-Kirche hat eine bewegte Geschichte: Ursprünglich wurde 1702 ein Instrument eingebaut, dessen neugotischer Prospekt bis heute erhalten ist. 1971 folgte ein Neubau durch die Firma Euler aus Hofgeismar, der mit 27 klingenden Registern und zwei Manualen ausgestattet ist. Ergänzt wird das musikalische Angebot durch die barocke Sonnenmonstranz, eine prächtige Goldschmiedearbeit des 18. Jahrhunderts, die nach dem Kirchenraub von 1699 von der Adelsfamilie von Galen/Ketteler gestiftet wurde.

Das Geläute der Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg schwer getroffen: 1942 mussten die Glocken für Rüstungszwecke abgegeben werden, sodass bei Kriegsende nur noch die Sixtusglocke aus dem Jahr 1788 übrig blieb. Die neugotische Kanzel mit feiner Holzarbeit und Statuen der Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Gregor der Große und Hieronymus unter Baldachinen unterstreicht den künstlerischen Wert des Innenraums. Zudem ersetzte der Künstler Hubert Spierling aus Krefeld 1989 die ursprünglichen Querhausfenster durch zwei moderne Glasgemälde.

Mit einer Bewertung von 4,3 Sternen auf Google reflektiert die St. Laurentius-Kirche die Wertschätzung der Besucher für ihre historische Bedeutung und spirituelle Atmosphäre. Als Ort der Begegnung und des Glaubens verbindet sie Tradition mit zeitgenössischer Frömmigkeit – etwa durch aktuelle Ausstellungen wie die „Hungertücher“-Präsentation von Misereor, die Themen wie Menschlichkeit und globale Gerechtigkeit aufgreift. Die Kirche steht damit nicht nur für religiöse Praxis, sondern auch für gesellschaftliches Engagement.

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