Feldchenbahnbrücke
Highlights
- Die Feldchenbahnbrücke in Dortmund-Aplerbeck ist eine denkmalgeschützte Ziegelstein-Bogenbrücke mit fünf Öffnungen.
- Sie wurde 1870 als Teil einer Güterbahn zur Versorgung der Zeche Vereinigte Schürbank erbaut und 1925 stillgelegt.
- Heute dient sie als Fuß- und Radweg über die Emscher und wurde 2005 saniert.
Tipps
- Die Feldchenbahnbrücke ist eine historische Ziegelsteinbrücke mit fünf Bögen, die 1870 erbaut wurde und heute als Denkmal unter Schutz steht.
- Die Brücke dient heute ausschließlich als Fuß- und Radweg und überquert die Emscher im Stadtteil Aplerbeck.
- Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2005 haben die Verkehrssicherheit wiederhergestellt, den Erhalt der Bausubstanz aber gewährleistet.
Eigenschaften
Über Feldchenbahnbrücke
Die Feldchenbahnbrücke befindet sich im Dortmunder Stadtteil Aplerbeck im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Sie ist ein unter Denkmalschutz stehendes Baudenkmal und das letzte erhaltene Bauwerk der um 1870 errichteten Anschlussbahn, die einst die Zeche Vereinigte Schürbank & Charlottenburg mit der Bahnstrecke Dortmund–Soest verband. Die rund 1600 Meter lange, eingleisige Trasse verlief in Form einer S-Kurve und führte von der Zeche aus westlich des Bahnhofs Aplerbeck in die Hauptstrecke ein. Etwa 700 Meter hinter dem Startpunkt überquerte die Strecke die Emscher, wozu die Feldchenbahnbrücke als fünfbögige Ziegelsteinbrücke errichtet wurde.
Die Brücke hat eine Gesamtlänge von rund 25 Metern und eine Breite von fünf Metern. Ihr größter Bogen überbrückt den Flusslauf der Emscher, während die angrenzenden Bögen von Wirtschaftswegen durchquert werden. Die äußeren Bögen sind heute ungenutzt und teilweise von Vegetation überwachsen. Besondere architektonische Merkmale sind die sogenannten Okuli in den Zwickeln der Tonnengewölbe, die ursprünglich der Entlüftung dienten und gleichzeitig den ästhetischen Eindruck des Bauwerks verstärkten. Hinter diesen Öffnungen verlaufen Entwässerungskanäle, die eindringendes Wasser ableiten.
Nach der Stilllegung der Anschlussbahn im Jahr 1925 wurde der Trassenkörper abgebaut, doch die Brücke blieb erhalten und wurde von der Bevölkerung als Fuß- und Radweg genutzt. In den 1990er Jahren geriet das Bauwerk aufgrund von Bausubstanz und fehlender Instandhaltung in den Fokus der Denkmalpflege. 2003 plante die Stadt Dortmund zunächst den Abriss, was jedoch nach Verhandlungen mit dem damaligen Eigentümer, der Essener Montan-Grundstücksgesellschaft, durch eine Übertragung an die Kommune und eine umfassende Sanierung verhindert werden konnte. Die Arbeiten erfolgten 2005 unter Denkmalaufsicht und umfassten die Reinigung der Fugen, den Austausch von Ziegeln sowie die Abdichtung der Brückendecke mit Stahlbetonplatten.
Die Feldchenbahnbrücke ist heute ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit der Region und ein Beispiel für den Erhalt historischer Verkehrsinfrastruktur. Sie steht unter Denkmalschutz (Denkmalnummer A 0407) und vermittelt einen anschaulichen Einblick in die Eisenbahngeschichte des Ruhrgebiets. Die Brücke liegt direkt an der Emscher und ist über Wirtschaftswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Sie bildet einen markanten Bestandteil des lokalen Kulturdenkmalspektrums im Stadtbezirk Aplerbeck.