Museum

Kokerei Hansa

Emscherallee 11, 44369 Dortmund

Highlights

  • Die Kokerei Hansa in Dortmund entstand 1927/28 als Großkokerei und wurde später zur Zentralkokerei der Dortmunder Bergbau AG.
  • In den 1940er Jahren kamen zwei weitere Koksofenbatterien hinzu, in den 1960ern die letzte Erweiterung mit Batterie 0.
  • Die Kokerei Hansa zählt heute als Architektur- und Industriedenkmal zur Europäischen Route der Industriekultur.

Tipps

  • Eintritt ist kostenlos, Bargeldzahlung wird empfohlen
  • Parkplatzangebot ist begrenzt, frühzeitiges Anreisen ratsam
  • Führungen sind nur mit Voranmeldung möglich

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug in Dortmund: Kokerei Hansa entdecken

Die Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde ist ein eindrucksvolles Zeugnis der industriellen Geschichte der Stadt und ein bedeutendes Architektur- sowie Industriedenkmal. Errichtet in den Jahren 1927 und 1928, entstand die Anlage als Großkokerei im Zuge von Rationalisierungsmaßnahmen der Dortmunder Bergbau AG. Sie ersetzte die kleineren Kokereien der Zechen Hansa, Westhausen und Germania und wurde im Laufe der Jahre durch weitere Ofenanlagen ergänzt. Mit bis zu 314 Öfen und einer maximalen Tagesproduktion von 5400 Tonnen Koks war die Kokerei Hansa eine zentrale Energiequelle für die benachbarten Hüttenwerke Union und später Phoenix. Die Kokerei spielte über Jahrzehnte eine Schlüsselrolle in der Steinkohlenveredelung. Die Kokskohle wurde zunächst per Seilbahn und später über ein umfangreiches Transportbandsystem angeliefert, darunter auch über das sogenannte Hansaband. Bei der Koksproduktion entstehendes Rohgas wurde in speziellen Anlagen aufbereitet und teilweise an die Hüttenwerke weitergeleitet. Gleichzeitig diente das Gichtgas der Hütten als Unterfeuerungsgas für die Öfen der Kokerei – ein Beispiel für die innovative Verzahnung industrieller Prozesse. Technische Infrastruktur wie die markanten Gasleitungen prägten das Stadtbild und unterstreichen die Bedeutung des Standorts. In den Hochphasen der industriellen Nutzung beschäftigte die Kokerei Hansa bis zu 1100 Mitarbeiter. Nach mehreren Erweiterungen und Modernisierungen, darunter der Bau der Batterien III und IV in den Jahren 1940 bis 1941 sowie der abschließenden Erweiterung mit Batterie 0 im Jahr 1968, wurde die Kokerei schließlich stillgelegt. Heute steht das Gelände unter Denkmalschutz und gilt als einer der beeindruckendsten Industriestandorte in Nordrhein-Westfalen. Zukünftig soll es gemeinsam mit dem angrenzenden Deusenberger Gelände einer der Hauptstandorte der Internationalen Gartenausstellung 2027 werden. Als Technikmuseum lädt die Kokerei Hansa Besucher ein, die industrielle Geschichte Dortmunds hautnah zu erleben. Die ehemalige Zentralkokerei vermittelt anschaulich die Prozesse der Kohlenveredelung, die Bedeutung der Energieerzeugung für die Region und die technischen Innovationen der Zeit. Mit ihren markanten Bauwerken, imposanten Anlagen und informativen Ausstellungen ist der Ort ein idealer Ausflugsort für Interessierte jeden Alters – ob Technikbegeisterte, Schülergruppen oder Familien auf Entdeckungsreise.

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Häufige Fragen zu Kokerei Hansa

Wann wurde die Kokerei Hansa erbaut?
Die Kokerei Hansa entstand in den Jahren 1927 und 1928. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Öfen hatte die Kokerei Hansa insgesamt?
Die Kokerei Hansa verfügte insgesamt über 314 Öfen in vier Batterien. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Bedeutung hat die Kokerei Hansa heute?
Sie ist ein Architektur- und Industriedenkmal und soll Hauptstandort der IGA 2027 werden. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia

Wie viele Mitarbeiter hatte die Kokerei Hansa in der Spitzenzeit?
In der Spitzenzeit arbeiteten bis zu 1100 Beschäftigte in der Kokerei Hansa. Stand Mai 2026.

Quelle: wikipedia