Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein für Oskar Braun

Bahnhofstraße 1, 65185 Wiesbaden

Highlights

  • In Wiesbaden erinnert ein Stolperstein an Oskar Braun, ein Opfer des Nationalsozialismus.
  • Der KunstDenkmal-Gründer Gunter Demnig verlegt seit 2010 Stolpersteine für Verfolgte wie Braun.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Wiesbaden erinnern an das Schicksal von Oskar Braun und anderen Verfolgten des Nationalsozialismus durch individuelle Gedenktafeln im öffentlichen Raum.
  • Die Initiative ‚Stolpersteine gegen das Vergessen‘ dokumentiert in einer Datenbank die Biografien der geehrten Personen und ihre Schicksale während der NS-Zeit.
  • Der Künstler Gunter Demnig schuf die Kunstwerke als Teil eines internationalen Projekts zur Aufarbeitung von Vertreibungen und Verfolgungen im 20. Jahrhundert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolperstein Oskar Braun Wiesbaden Kultur-Denkmal

Der Stolperstein für Oskar Braun in Wiesbaden ist ein bewegendes Mahnmal des Projekts „Stolpersteine“, das von dem Künstler und Initiator Gunter Demnig ins Leben gerufen wurde. Die kleinen, in den Boden eingelassenen Gedenktafeln erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus – darunter Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas sowie Opfer der Euthanasie. Jeder Stein trägt den Namen, das Geburtsdatum und das Schicksal der betroffenen Person, um so das individuelle Leid und die systematische Entrechtung während der NS-Zeit sichtbar zu machen.

Oskar Braun gehört zu den vielen Menschen, deren Schicksal durch den Stolperstein in Wiesbaden wachgehalten wird. Die Initiative „Stolpersteine gegen das Vergessen“ in Bamberg, an der Braun seit Jahren aktiv beteiligt ist, koordiniert die Verlegung dieser Gedenksteine und dokumentiert die Biografien der Opfer. Durch die Zusammenarbeit mit historischen Archiven und Nachfahren wird das Wissen über die Verfolgten bewahrt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besonders in Frankfurt am Main, wo Braun zeitweise als studentische Hilfskraft tätig war, engagiert er sich für die Aufarbeitung der NS-Geschichte.

Die Stolpersteine in Wiesbaden sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, das an die Verbrechen der NS-Zeit erinnert. Jeder Stein liegt vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Opfer und fordert die Passanten auf, innezuhalten und nachzudenken. Das Projekt verbindet Kunst, Geschichte und Zivilcourage, indem es die Erinnerung an die Verfolgten lebendig hält. Durch die Initiative wird auch die Bedeutung von lokaler Geschichtspflege betont – denn nur durch individuelle Geschichten lassen sich die systematischen Verbrechen des Nationalsozialismus begreifbar machen.

Wer sich für die Geschichte Wiesbadens und die Opfer des Nationalsozialismus interessiert, findet in den Stolpersteinen eine wichtige Quelle der Erinnerung. Die Initiative arbeitet kontinuierlich daran, die Datenbank der verlegten Steine zu erweitern und so das kollektive Gedächtnis zu stärken. Die Verlegung der Stolpersteine ist somit nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein gesellschaftliches Statement gegen das Vergessen und für die Würdigung der Betroffenen.

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