Kriegerehrenmal
Highlights
- Das Kriegerehrenmal in Drensteinfurt wurde 1938 am Landsbergplatz eingeweiht und erinnert an die Toten beider Weltkriege.
- Das Steinmonument zeigt einen Adler über Adlerküken sowie eine trauernde Mutter und Soldaten mit Waffen.
- Eine Metallschale dient seit 1989 jährlich am 23. März zur Entzündung eines Gedenkfeuers für Bombenopfer.
Tipps
- Das Kriegerehrenmal liegt zentral am Landsbergplatz und ist von Linden umgeben.
- Auf der Vorderseite des Denkmals sind die Namen der Gefallenen beider Weltkriege eingraviert.
- Ein jährliches Gedenkfeuer wird am 23. März in der Metallschale neben dem Denkmal entzündet.
Eigenschaften
Über Kriegerehrenmal
Das Kriegerehrenmal in Drensteinfurt erinnert zentral und eindrucksvoll an die Opfer beider Weltkriege. Es befindet sich am Landsbergplatz und wurde erstmals 1938 eingeweiht, um die Toten des Ersten Weltkrieges zu ehren. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte eine Nachwidmung, sodass das Denkmal seither auch die Gefallenen jener Zeit würdigt. Die Anlage liegt in einer großzügig angelegten, von Linden umsäumten Grünfläche und bildet einen ruhigen, würdevollen Ort der Erinnerung in der Stadt im Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen.
Im Zentrum der Gedenkstätte steht ein Steinmonument, das sowohl symbolische als auch konkrete Erinnerungselemente vereint. Die Vorderseite zeigt einen Adler, der seine Schwingen schützend über ein Nest mit Adlerküken ausbreitet – ein Emblem nationaler Symbolik. Darunter befinden sich zwei Gedenktafeln, auf denen die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger von Drensteinfurt verzeichnet sind, gegliedert nach den Jahren des Krieges. 1989 wurde hier noch der Name Gustav Levy ergänzt. Fünf horizontale Vorsprünge unterhalb der Tafeln tragen die Jahreszahlen der Kriegsdauer. Die Rückseite des Monuments zeigt eine trauernde Mutter mit ihrem Sohn sowie Soldaten, die zum Angriff ausrücken – eine Darstellung, die den Schmerz und die Opferbereitschaft der Kriegsjahre verdeutlicht.
Das Denkmal wird U-förmig von einem Blumenbeet umgeben, in dem weitere Gedenksteine die Namen der Opfer der Bombenangriffe der Jahre 1944 und 1945 führen. Eine zusätzliche Gedenkplatte erinnert direkt an diese tragischen Ereignisse. Auf der linken Seite des Denkmals steht eine Metallschale auf einem Sockel, in der traditionsgemäß am 23. März jedes Jahres ein Feuer entzündet wird, um die Opfer der Luftangriffe zu gedenken. Diese Zeremonie unterstreicht die lebendige Erinnerungskultur vor Ort.
Die künstlerische Gestaltung des Denkmals stammt vom Münsteraner Bildhauer Albert Mazzotti, der es auf Anregung des Drensteinfurter Lehrers Franz Schröder realisierte. Damit verbindet sich die Erinnerungskultur mit lokaler Bildungsarbeit und bürgerschaftlichem Engagement. Das Kriegerehrenmal ist somit nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Zeugnis der Geschichte, das die Gemeinschaftsgeschichte von Drensteinfurt prägt und weiterträgt.