Museum

Josef-Hegenbarth-Archiv

Calberlastraße 2, 20140 Dresden-Loschwitz

Highlights

  • Das Josef-Hegenbarth-Archiv in Loschwitz bewahrt über 13.700 Kunstwerke, darunter Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde des illustren Zeichners Josef Hegenbarth (1884–1962).
  • Im denkmalgeschützten Künstlerhaus illustrierte Hegenbarth Weltliteratur wie Goethes ‚Faust‘ – sein Nachlass ist heute Teil des Kupferstich-Kabinetts.
  • Rollstuhlgerechter Zugang, Parkplätze und WC ermöglichen barrierefreien Besuch des Archivs im historischen Loschwitzer Winzerhaus.

Tipps

  • Ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Hauses ist speziell für Besucher mit Rollstühlen vorgesehen und bietet ausreichend Stellflächen für eine komfortable Anreise.
  • Die Bereitstellung eines rollstuhlgerechten Toilettenraums im Gebäude sorgt für eine inklusive Nutzung der Einrichtungen durch alle Gäste.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Josef-Hegenbarth-Archiv Dresden-Loschwitz: Kultur-Ausflug

Das Josef-Hegenbarth-Archiv in Dresden-Loschwitz ist ein einzigartiges Museum und wissenschaftliches Archiv, das dem Leben und Werk des bedeutenden deutschen Zeichners und Illustrators Josef Hegenbarth (1884–1962) gewidmet ist. Im Dachgeschoss eines historischen Loschwitzer Winzerhauses, das Hegenbarth seit 1921 als Atelier und Wohnraum nutzte, schuf er illustrierte Ausgaben klassischer Werke wie Goethes „Faust“ oder Shakespeares „Sommernachtstraum“. Sein künstlerischer Nachlass, bestehend aus über 13.700 Zeichnungen, Druckgrafiken, Gemälden und persönlichen Unterlagen, wurde von seiner Witwe Johanna Hegenbarth gesichert und später dem Kupferstich-Kabinett als Erbe übertragen.

Das denkmalgeschützte Künstlerhaus wurde nach einer umfassenden Sanierung 1998 als monografisches Museum eröffnet. Es bietet Besuchern die Möglichkeit, in das Arbeitsumfeld des Künstlers einzutauchen und seine einzigartige Verbindung zur Weltliteratur zu erkunden. Besonders eindrucksvoll sind die originalgetreuen Räume im Dachgeschoss, die Hegenbarths kreative Atmosphäre bewahren. Das Archiv ergänzt sich durch wechselnde Sonderausstellungen, die ausgewählte Werke aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinett präsentieren – darunter auch internationale Grafiken und Zeichnungen.

Für Schulklassen und Gruppen wird ein spezielles Vermittlungsprogramm angeboten, das den Besuch interaktiv gestaltet. Im Rahmen von Führungen können Besucher:innen nicht nur Hegenbarths Werk kennenlernen, sondern auch selbst kreativ werden, etwa durch das Malen chinesischer Schriftzeichen nach traditionellen Vorbildern. Das Museum legt Wert auf barrierefreie Zugänglichkeit: Der Eingang, Parkplatz und WC sind rollstuhlgerecht gestaltet, und der Studiensaal ermöglicht individuelle Betrachtungen der Sammlungsstücke. Ein kostenloses WLAN und ein Multimedia-Guide runden das Angebot ab, um den Aufenthalt noch angenehmer zu gestalten.

Das Josef-Hegenbarth-Archiv ist eng mit dem Kupferstich-Kabinett verbunden, das seit dem 17. Jahrhundert eine der bedeutendsten Sammlungen für Kunst auf Papier im deutschsprachigen Raum unterhält. Während der Nationalsozialismus viele Werke der Sammlung zerstörte, überstanden Teile der Bestände durch Auslagerungen die Kriegsjahre. Heute zeigt das Archiv nicht nur Hegenbarths Werk, sondern auch die historische Entwicklung der Grafiksammlung – von höfischen Dokumentationen bis zu internationalen Kunstschätzen. Ein Besuch lohnt sich für alle, die sich für Illustration, Buchkunst oder die Dresdner Kulturgeschichte begeistern.

Besucher:innen können im Museum selbstständig Werke erkunden oder an geführten Programmen teilnehmen. Selbstfotos sind in den Dauerausstellungen erlaubt, sofern ein Mindestabstand zu den Exponaten eingehalten wird. Stillen ist in den Ausstellungsräumen gestattet, während größere Wickeltaschen oder Flaschenmilch nicht zugelassen sind. Das Archiv verbindet so Kunstvermittlung mit praktischer Zugänglichkeit – ein besonderes Erlebnis im Herzen von Loschwitz.

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