Denkmal/Gedenkstätte

Geith Steinbildhauer und Steinmetz

Gorbitzer Str. 11, 01157 Dresden-Cotta

Highlights

  • Helmut Geith, Steinmetzmeister seit 1951, schuf 1984 ein Meisterstück an der Moritzburger Schlossauffahrt und erhielt den Titel ‚Anerkannter Kunsthandwerker‘.
  • Die Firma Geith restaurierte Grabmale wie die 1991 nachgebildete ‚Flora mit Zephir‘ aus Carrara-Marmor für Friedrichs Grabmal und arbeitete in vierter Generation an historischen Bauwerken.
  • Andreas Geith, Meister 2000, führte als Restaurator im Handwerk und Sohn von Helmut Geith die Tradition der Bildhauer- und Steinmetzwerkstatt in Dresden-Cotta fort.

Tipps

  • Die Werkstatt zeigt originale Meisterstücke aus vier Generationen der Familie Geith, darunter das Barockvase-Meisterstück im Marcolini-Palais.
  • Besucher erhalten Einblicke in traditionelle Steinmetz- und Bildhauertechniken durch ausstellungsrelevante Werkzeuge und Materialproben.
  • Die Präsentation historischer Grabmale und Restaurierungsbeispiele verdeutlicht die handwerkliche Kontinuität seit den 1950er-Jahren.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Geith Steinbildhauer Dresden-Cotta: Kulturdenkmal

In der Dresdner Ortschaft Cotta ist die Werkstatt Geith Steinbildhauer und Steinmetz ein bedeutendes Handwerksunternehmen mit einer jahrzehntelangen Tradition in der Bildhauerei und Steinmetzkunst. Gegründet von Helmut Geith, der nach seiner Meisterprüfung 1951 die Werkstatt seines Onkels übernahm, entwickelte sich der Betrieb zu einem renommierten Ansprechpartner für künstlerische und handwerkliche Steinverarbeitung. Seine herausragenden Fähigkeiten führten bereits in den 1980er-Jahren zur Auszeichnung als „Anerkannter Kunsthandwerker“, was die hohe Qualität seiner Arbeiten unterstreicht.

Ein besonderer Höhepunkt der Werkstatt war die detailgetreue Nachbildung der berühmten Figurengruppe „Flora mit Zephir“ aus Carrara-Marmor für das Grabmal Friedrichs des Großen – ein Projekt, das zwischen 1990 und 1991 realisiert wurde. Diese Arbeit zeigt die handwerkliche Präzision und künstlerische Sensibilität, die bis heute im Familienbetrieb gelebt wird. Seit Generationen tragen die Geiths das Erbe der Steinmetzkunst voran: Nach Andreas Geiths Meisterabschluss im Jahr 2000 und der Ernennung zum „Restaurator im Handwerk“ 1996 setzte auch sein Sohn Stefan die Tradition fort, sodass heute bereits vier Generationen in der Firma tätig sind.

Der Fokus der Werkstatt liegt auf der Restaurierung historischer Grabmale und Gebäude sowie auf anspruchsvollen Bildhauerarbeiten. Neben regionalen Auftraggebern entstanden hier auch Projekte für überregionale Kunden, darunter das Meisterstück von Andreas Geith, eine Barockvase im Marcolini-Palais am Friedrichstädter Krankenhaus. Die Erweiterung des Betriebsgeländes durch den Ankauf eines Nachbargrundstücks ermöglichte zudem den Bau einer Maschinenhalle und eines Lagerplatzes – ein Zeichen für die wachsende Bedeutung der Werkstatt in der sächsischen Kunsthandwerkslandschaft.

Helmut Geiths langjähriges Wirken prägte die Firma nachhaltig, bis er 2000 nach einem erfüllten Leben verstarb. Sein Erbe lebt jedoch weiter: Die Geiths verbinden handwerkliche Perfektion mit künstlerischem Anspruch und setzen damit Maßstäbe in der Steinbildhauerei. Die Werkstatt bleibt damit nicht nur ein Ort der Tradition, sondern auch ein lebendiges Zeugnis für die Verbindung von Handwerkskunst und regionaler Geschichte.

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