Hauptmann-Hirsch-Denkmal
Highlights
- Das Hauptmann-Hirsch-Denkmal wurde 1823 als Ehrenmal für Johann Baptista Joseph Hirsch errichtet.
- 1977 wurde das Denkmal nach Restaurierung an seinen heutigen Standort nahe der Hellerhofstraße umgesetzt.
- Der antike Helm des Denkmals wurde durch einen Helm aus einem anderen Grabmal ersetzt.
Tipps
- Das Denkmal befindet sich an der Radeburger Straße, nördlich der Kreuzung Hellerhofstraße, gut sichtbar am Straßenrand.
- Ein Granitwürfel mit Helm und Gitter bietet wenig Aufwand für einen kurzen Besuch, lohnt aber durch historische Details.
- Neben der militärischen Nutzung des Geländes lohnt ein Blick auf die ehemalige Eselsmilch-Versuchsstation gegenüber dem Denkmal.
Eigenschaften
Über Hauptmann-Hirsch-Denkmal
Das Hauptmann-Hirsch-Denkmal in Dresden-Klotzsche erinnert an Johann Baptista Joseph Hirsch, einen königlich-sächsischen Hauptmann des Artilleriekorps, der für seinen Einsatz in den Befreiungskriegen ausgezeichnet wurde. Das Denkmal wurde erstmals im Jahr 1823 anlässlich seines Todestages am 7. Oktober eingeweiht und zählt zu den älteren Gedenkstätten der Region. Es besteht aus einem schlichten Granitwürfel, der einst von einem antiken Helm gekrönt war und sich ursprünglich in der Nähe der Radeburger Straße, nahe der sogenannten Drachenschlucht, befand.
Im Laufe der Jahre wurde das Denkmal mehrfach restauriert und nach militärischer Nutzung des umliegenden Geländes im 20. Jahrhundert zunächst vernachlässigt. Nach Zerstörungen im Zuge des Zweiten Weltkriegs und der anschließenden Bauarbeiten in den 1970er Jahren wurde der erhaltene Teil des Denkmals durch ehrenamtliches Engagement geborgen und an einen neuen Standort in unmittelbarer Nähe zur Hellerhofstraße versetzt. Der ursprüngliche Helm war nicht mehr auffindbar und wurde durch einen vergleichbaren Helm aus einem anderen Grabmal ersetzt, gespendet von der Evangelisch-lutherischen Dreikönigskirchgemeinde.
Der heutige Zustand des Denkmals ist das Ergebnis einer Generalsanierung, die im Jahr 2019 abgeschlossen wurde. Es steht nun leicht versetzt an seinem neuen Platz im Stadtgebiet Klotzsche, weiterhin in unmittelbarer Nähe zur Radeburger Straße. Die Inschrift auf dem Sockel ehrt Hirsch als Ritter des St. Heinrichsordens, des ältesten sächsischen Ritterordens. Die Geschichte des Denkmals spiegelt auch die wechselvolle Nutzung des umliegenden Geländes wider, das unter anderem als Exerzierplatz und später als Militärareal diente.
Das Areal um das Denkmal war bis 1990 militärisch gesperrt und nur eingeschränkt zugänglich. Heute befindet sich das Denkmal in einem leicht erhöhten Geländeabschnitt und ist Teil einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Die Gedenkstätte wird durch eine Schrifttafel an einem Baum in unmittelbarer Nähe historisch kontextualisiert. Das ehemalige Gelände des „Eselhofs“, einer Versuchsstation zur Gewinnung von Eselsmilch, lag direkt gegenüber dem ursprünglichen Standort des Denkmals.
Das Hauptmann-Hirsch-Denkmal gilt als Zeugnis der sächsischen Militärgeschichte und klassizistischen Kunst. Es wird heute vom Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden betreut. Der Helm des Denkmals, der zeitweise verschollen war, befindet sich seit den 1990er Jahren im städtischen Lapidarium. Das Denkmal ist ein stiller Ort der Erinnerung, der durch seine ruhige Lage und die historische Tiefe für Besucher von Interesse ist, die sich mit regionaler Geschichte und Denkmalpflege beschäftigen.