Parks & Gärten

Dresdner Elbtalhänge

An d. Schäferei 2, 01326 Dresden-Pillnitz

Highlights

  • Die Dresdner Elbtalhänge sind ein 203,6 Hektar großes Naturschutzgebiet im Stadtgebiet Dresden.
  • Das Gebiet erstreckt sich vom Tiefen Grund bis zum Pressgrund und umfasst rechtselbische Hänge und Gründe.
  • Es beherbergt naturnahe Wälder, Magerwiesen und seltene Tier- und Pflanzenarten im Natura-2000-Netzwerk.

Tipps

  • Wandern auf den Elbtalhängen bietet atemberaubende Ausblicke und vielfältige Naturerlebnisse entlang markierter Wege.
  • Besonders trocken-warme Hanglagen beherbergen seltene Pflanzenarten wie Magerwiesen und Relikt-Populationen.
  • Naturnahe Buchen- und Eichenwälder laden zur ruhigen Erkundung und Beobachtung seltener Tierarten ein.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Dresdner Elbtalhänge

Die Dresdner Elbtalhänge befinden sich im Stadtgebiet von Dresden, genauer im Stadtteil Pillnitz, und erstrecken sich entlang des rechtselbischen Hanges vom Tiefen Grund südöstlich von Borsberg bis zum Pressgrund westlich von Rockau. Das etwa 203,6 Hektar große Naturschutzgebiet liegt überwiegend im Dresdner Stadtgebiet, lediglich ein kleiner Teil gehört zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Es grenzt nördlich an Siedlungsflächen der Ortsteile Oberpoyritz, Pillnitz, Hosterwitz und Niederpoyritz und geht im Osten in das Schönfelder Hochland über. Das Gebiet gehört zur Naturraumregion Westlausitzer Hügel- und Bergland und umfasst ehemalige Schutzgebiete wie die Borsberghänge und den Friedrichsgrund.

Geprägt durch eine süd- bis südwestliche Exposition, herrscht in den Hängen ein trocken-warmes Klima, während die seitlichen Gründungsbereiche eher kühl und feucht sind. Diese klimatischen Unterschiede fördern eine hohe Vielfalt an Lebensräumen, darunter naturnahe Traubeneichen-Buchenwälder, Eichen-Hainbuchenwälder sowie Ahorn-Schatthangwälder. In den wärmeren Lagen gedeihen seltene Pflanzenarten wie Schwalbenwurz, Nickendes Leimkraut, Karthäuser-Nelke und Traubige Graslilie. Auf offenen Felsflächen aus Zweiglimmergranodiorit finden sich Fels-Zeigerarten wie Nördlicher Streifenfarn, Aufrechter Ziest und Waldkiefer, die auf besondere Standortbedingungen hinweisen.

Die Vegetation wird zusätzlich durch colline Buchenwälder des Luzulo-Fagetum-Typs geprägt, in denen mächtige Rotbuchen mit Höhlenbildung vorkommen. In den trockeneren Bereichen dominieren Birken-Traubeneichenwälder sowie thermophile Pflanzengesellschaften. Teilweise zeigen die hier vorkommenden Trauben-Eichen Anzeichen früherer Niederwaldbewirtschaftung. Auf geschwächten Bäumen ist zudem der Eichen-Leberreischling, ein auffälliger roter Pilz, häufig zu finden. Diese vielfältige Ausstattung mit Wald- und Offenlandbiotopen beherbergt zahlreiche seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Das Gebiet ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und innerhalb dieses Netzes dem FFH-Gebiet „Elbtalhänge zwischen Loschwitz und Bonnewitz“ zugeordnet. Als Lebensraumtypen von besonderer Bedeutung gelten unter anderem trockene Eichenwälder, Buchenwälder auf basenarmen Böden sowie artenreiche Magerwiesen und Felsenbiotope. Die Dresdner Elbtalhänge fungieren somit als ökologisch bedeutsamer Übergangsbereich zwischen der Dresdner Elbtalweitung und dem Schönfelder Hochland. Aufgrund seiner landschaftlichen Vielfalt und ökologischen Wertigkeit erhält das Naturschutzgebiet hohe Schutzpriorität.

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