Denkmal/Gedenkstätte

Julius Otto Memorial

An der Kreuzkirche, 01067 Dresden

Highlights

  • Das Julius-Otto-Denkmal in Dresden ehrt den Kreuzkantor Ernst Julius Otto.
  • Es wurde 1886 erstmals enthüllt und 2010 nach historischen Vorlagen restauriert.
  • Der Künstler Niklas Klotz fügte eine zeitgenössische Figur zur ursprünglichen Gruppe hinzu.

Tipps

  • Das Denkmal befindet sich zwischen Kreuzkirche und neuem Hotel am Altmarkt, gut sichtbar im Stadtbild.
  • Die Skulptur des Jungen in blau von Niklas Klotz steht seit August 2010 und symbolisiert den zeitgenössischen Bezug.
  • Ursprünglich 1886 enthüllt, wurde das Denkmal nach historischen Vorlagen und Gipsabdrücken restauriert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Julius Otto Memorial

Das Julius-Otto-Denkmal in Dresden zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Gedenkstätten der Stadt. Es ehrt Ernst Julius Otto, der als Kreuzkantor über mehrere Jahrzehnte hinweg den Dresdner Kreuzchor leitete und maßgeblich zur musikalischen Tradition Dresdens beitrug. Die ursprüngliche Fassung des Denkmals wurde bereits im 19. Jahrhundert vor der ehemaligen Kreuzschule am Georgplatz enthüllt. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs wurde das Bronzedenkmal 1942 aufgelöst, während die historischen Gipsabdrücke erhalten blieben und später restauratorisch aufgearbeitet wurden.

In den Jahren der Wiedervereinigung wurde der Entschluss gefasst, das Denkmal erneut aufzustellen. Ein Gestaltungswettbewerb führte 2007 zur Auswahl des Künstlers Niklas Klotz, der sich bei seinem Entwurf an den historischen Vorlagen von Gustav Kietz orientierte. Klotz ergänzte die restaurierte Figurengruppe um eine zeitgenössische Skulptur – einen Jungen in blauer Kleidung – die sowohl in Bearbeitung als auch in Material und Farbe bewusst vom historischen Bestand abweicht. Diese Ergänzung verleiht dem Denkmal eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und verdeutlicht den lebendigen Umgang mit kulturellem Erbe.

Die Einweihung des neu gestalteten Denkmals fand 2010 auf dem Platz zwischen Kreuzkirche und neuem Hotel am Altmarkt statt. Die Realisierung des Projekts wurde maßgeblich durch den Nachlass von Professor Dr. Hans Bernhard Sprung ermöglicht, der Mittel für die Umsetzung des Kunstwerks bereitstellte. Die Kosten beliefen sich auf rund 154.000 Euro, wobei ein Großteil durch den Nachlass gedeckt wurde. Das Denkmal steht heute an einem zentralen Ort im Stadtgebiet und erinnert sowohl an die musikalische wie auch die bildhauerische Tradition Dresdens.

Die Gestaltung des Denkmals wird von Besucherinnen und Besuchern als gelungen wahrgenommen. Die realistische Darstellung der Figuren, insbesondere die zeitgenössische Skulptur des Jungen, wird vielfach hervorgehoben. Die plastischen Qualitäten und die kluge Verbindung von historischer und moderner Formensprache tragen dazu bei, dass das Denkmal sowohl als künstlerisches wie auch als kulturhistorisches Zeugnis wahrgenommen wird. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei zahlreichen Online-Einschätzungen zeigt sich das öffentliche Interesse und die Wertschätzung für dieses kulturelle Objekt.

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