Denkmal/Gedenkstätte

Kunstobjekt "Möglichkeitsfeld" (2010, Stefan Schröder)

Bautzner Landstraße 400, 01328 Dresden

Highlights

  • Stefan Schröders ‚Möglichkeitsfeld‘ (2010) besteht aus zwei semitransparenten Metallwänden mit farbigen Klebefolien-Kompositionen.
  • Das Werk entstand als grafische Arbeit im Rahmen der Ausstellung ‚GLÖCKNER + SCHRÖDER‘ im FZD Dresden.
  • Der Zyklus ‚Common Alphabet‘ (2010) zeigt Schablonendrucke als zentrale Elemente der Ausstellung.

Tipps

  • Die semitransparente Struktur des *Möglichkeitsfelds* lässt sich durch seitlichen Blickwinkel besonders intensiv wahrnehmen.
  • Die farbigen Klebefolien auf den Trennwänden wirken je nach Lichteinfall dynamisch und veränderlich.
  • Die Kombination mit den Schablonendrucken von Hermann Glöckner in der Ausstellung bietet thematische Bezüge zur grafischen Arbeit Schröders.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstdenkmal „Möglichkeitsfeld“ Dresden – Stefan Schröder

Das Kunstobjekt *„Möglichkeitsfeld“* von Stefan Schröder ist ein markantes Werk der zeitgenössischen Kunst in Dresden und gehört zu den prägnanten Installationen des Künstlers. Die Arbeit entstand als semitransparente Trennwand aus farbigen Klebefolien, die eine dynamische, fast schwebende Komposition aus Licht und Farbe schafft. Schröder verbindet hier abstrakte Formen mit einer spielerischen Auseinandersetzung mit Raum und Wahrnehmung – ein zentrales Thema seiner künstlerischen Praxis. Die Installation lädt Besucher:innen ein, die Wechselwirkung von Licht, Material und Perspektive zu erleben, wobei sich die Farbverläufe je nach Blickwinkel verändern und neue Bedeutungen eröffnen.

Das *„Möglichkeitsfeld“* ist Teil einer Reihe von Werken, die Schröder in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, darunter auch grafische Arbeiten, die aktuell in der Ausstellung *„GLÖCKNER + SCHRÖDER“* im FZD (Forschungszentrum Dresden-Rossendorf) zu sehen sind. Neben Schablonendrucken von Hermann Glöckner präsentiert die Schau Blätter aus dem Zyklus *„Common Alphabet“* des Künstlers, die seine experimentelle Herangehensweise an Schrift und Bild weiter vertiefen. Die Ausstellung verbindet so zwei bedeutende Positionen der modernen Kunst und zeigt die Bandbreite ihrer ästhetischen und konzeptuellen Ansätze.

Schröders Werk ist eng mit der Dresdner Kunstszene verbunden, die sich durch eine lebendige Auseinandersetzung mit Materialität und Raum auszeichnet. Während klassische Gemälde oft auf flächige Darstellung setzen, nutzt *„Möglichkeitsfeld“* die räumliche Dimension, um eine fast haptische Erfahrung zu ermöglichen. Die Farbkompositionen wirken wie fließende Grenzen zwischen Innen und Außen, was auf die vielschichtige Interpretation von Kunst als gestalterischem Feld verweist. Besonders in der Nachkriegsmoderne Dresdens – geprägt durch den Wiederaufbau und die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen – gewinnt das Werk eine besondere Bedeutung als Symbol für die Vielfalt zeitgenössischer Kunst.

Als Teil des öffentlichen Raums oder einer spezifischen Ausstellungssituation (sofern nicht anders belegt) dient *„Möglichkeitsfeld“* nicht nur als dekoratives Element, sondern als provokante Frage an die Betrachter:innen: Wie gestalten wir unsere Wahrnehmung von Raum und Farbe? Schröder verbindet dabei handwerkliche Präzision mit konzeptueller Leichtigkeit, was seine Arbeiten zu einem faszinierenden Gegenstand für Kunstinteressierte und Neugierige macht. Die aktuelle Präsenz seiner Werke im FZD unterstreicht zudem den Dialog zwischen Wissenschaft, Technik und Kunst – ein zentrales Anliegen der Dresdner Kulturlandschaft.

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