Stallhof
Highlights
- Der Stallhof in Dresden-Innere Altstadt war Schauplatz höfischer Turniere und Ringestechen.
- Er beherbergte die Gemäldegalerie und später das Historische Museum sowie das Verkehrsmuseum.
- Das Gelände zeigt Renaissance-Architektur und beherbergt bedeutende Kultursammlungen.
Tipps
- Bei Besuch des Stallhofs in der Dresdner Innenstadt lohnt sich ein Abstecher zum Georgentor, dem ersten Renaissancebau der Stadt, direkt am Schlossplatz.
- Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Stallhof öffnet jährlich mit Kerzenbeleuchtung und bietet eine stimmungsvolle Atmosphäre fernab vom Trubel anderer Märkte.
- Neben dem Stallhof sind die Bronzesäulen des Fürstenzugs sowie die Arkadengalerie des Langen Gangs sehenswerte Zeugnisse der Renaissance.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Stallhof in Dresden Innere Altstadt entdecken
Der Stallhof in der Dresdner Inneren Altstadt zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Denkmalstandorten der sächsischen Landeshauptstadt. Ursprünglich im späten 16. Jahrhundert als Turnier- und Festplatz des Kurfürsten am Residenzschloss angelegt, verkörpert der Stallhof den Glanz der Dresdner Renaissance. Die Anlage wurde nach Plänen von Hans Irmisch und Paul Buchner geschaffen und diente einst als Schauplatz für Ritterturniere, Ringestechen und andere höfische Veranstaltungen. Noch heute zeugen die beiden berühmten Bronzesäulen von Giovanni Maria Nosseni von diesen ritterlichen Wettkämpfen, bei denen Lanzenringe getroffen wurden.
Die architektonische Gestaltung des Stallhofs spiegelt den reifen Renaissancestil süddeutscher Prägung wider. Besonders auffällig ist die Arkadengalerie am sogenannten Langen Gang mit toskanischen Säulen und dekorativen Waffenreliefs. Die Außenwände zieren außerdem die berühmten Meissener Porzellankacheln des Fürstenzuges, die Anfang des 20. Jahrhunderts den ursprünglichen Sgraffitoboden ersetzten. Diese kunstvolle Darstellung der sächsischen Kurfürstenfamilie ist heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Dresdens und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Stallhof mehrfach umgebaut und verschiedenen Nutzungen zugeführt. Im 18. Jahrhundert erfolgten barocke Umbauten, darunter der Bau einer Pferdeschwemme sowie die Einrichtung einer Gemäldegalerie. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde der gesamte Komplex in den 1950er und 1960er Jahren originalgetreu im Stil der Renaissance wieder aufgebaut. Heute beherbergt das Areal mehrere kulturhistorische Einrichtungen, darunter das Verkehrsmuseum im Johanneum sowie Teile der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Besondere Aufmerksamkeit genießt der Stallhof zu besonderen Anlässen, etwa während der alljährlich stattfindenden Mittelalter-Märkte oder der Rauhnächte. Diese Veranstaltungen verleihen dem historischen Hofgelände eine ganz besondere Atmosphäre und lassen die Vergangenheit lebendig werden. Besucher berichten von einer stimmungsvollen, fast magischen Atmosphäre, die durch die ausschließlich kerzenbeleuchtete Umgebung entsteht. Diese kulturellen Höhepunkte machen den Stallhof zu einem der faszinierendsten Orte in der Dresdner Altstadt.
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Häufige Fragen zu Stallhof
Was ist der Stallhof in der Dresdner Innenstadt?
Quelle: website
Welche Bedeutung hat der Georgenbau am Stallhof?
Quelle: wikipedia
Welche Funktion hatte der Stallhof im 16. Jahrhundert?
Quelle: website
Was ist der Fürstenzug am Stallhof?
Quelle: website