Zandigrafix
Highlights
- Zandigrafix in Neustadt verbindet künstlerische Projekte mit gesellschaftspolitischen Themen wie Rassismus und Migration durch interaktive Ausstellungen und Comic-Formate.
- Das Atelier initiierte 2015 das Gefilte Fest und realisierte das Buchprojekt ‚Stimmen‘ mit 47 biografischen Comic-Geschichten Dresdner Frauen aus aller Welt.
- Nazanin Zandi kuratierte Ausstellungen wie ‚Nahnu‘ (2016) mit Werken geflüchteter Künstler:innen und ‚Frau. Azadî‘ zur feministischen Perspektive auf Freiheit und Identität.
Eigenschaften
Kunstgalerie Zandigrafix Neustadt entdecken
Das Zandigrafix in Neustadt ist ein vielseitiges Kunstatelier und eine lebendige Galerie, die sich als Plattform für künstlerische Projekte, gesellschaftliche Dialoge und bildende Kunst etabliert hat. Gegründet als aktives Mitglied des Gefilte Fest e., verbindet das Zandigrafix seit Jahren Kunst mit sozialem Engagement und interkultureller Bildung. Besonders prägend sind die Ausstellungen, die oft thematische Schwerpunkte wie ökologische Verantwortung, Migration oder feministische Perspektiven aufgreifen und durch partizipative Formate wie Comic-Workshops oder Dialoge zwischen Künstlerinnen lebendig werden lassen.
Ein zentrales Projekt des Zandigrafix ist die Ausstellungsserie *„Stimmen“*, bei der über 600 biografische Erzählungen von Dresdner Frauen aus aller Welt in Comicform umgesetzt wurden. Diese Geschichten – von humorvoll bis nachdenklich – entstanden in Zusammenarbeit mit Illustratorinnen und zeigen die Vielfalt persönlicher Erfahrungen. Die Ausstellung *„Stimmen des Umbruchs“* präsentierte ausgewählte Comics in der SLUB und im Ausländerrat, während das Buchprojekt als fester Bestandteil der kulturellen Landschaft Dresdens gilt. Auch die Ausstellung *„Frau. Azadî“* mit Werken von Leila Razi und Nazanin Zandi thematisierte Frauenrechte und kulturelle Identität, stets verbunden mit gesellschaftlicher Reflexion.
Das Zandigrafix arbeitet eng mit lokalen und überregionalen Institutionen zusammen, etwa dem Goethe-Institut Dresden, wo die interaktive Ausstellung *„Respekt“* Toleranz und kulturelle Bildung durch Comics vermittelte. Zudem zeigt das Atelier regelmäßig Werke von geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern, wie in der Ausstellung *„Nahnu“* im sächsischen Landtag, die 120 Beiträge aus sieben Ländern präsentierte. Solche Projekte unterstreichen die Rolle des Zandigrafix als Raum für künstlerische Vielfalt und den Austausch zwischen Communities.
Neben Ausstellungen bietet das Zandigrafix auch Bildungsformate wie die *„LebensBILD“-Tandemsitzungen*, in denen Teilnehmerinnen unterschiedlicher Herkunft gemeinsam biografische Comics gestalten. Diese Workshops fördern nicht nur kreative Ausdrucksformen, sondern auch den Dialog über gemeinsame und geteilte Geschichten. Das Atelier dient damit als inspirierender Ort für Künstler:innen, Bildungsinteressierte und alle, die sich für zeitgenössische Kunst und gesellschaftliche Themen begeistern.
Ob als Ort für Sonderausstellungen wie *„Die Tellerrand-Erfahrungen“* (ein Dialog zwischen Nazanin Zandi und Elsa Hennig) oder als Plattform für junge Talente im Rahmen der Dresdner Sommerakademie – das Zandigrafix bleibt ein dynamischer Akteur in der Neustädter Kunstszene. Durch seine Verbindung von künstlerischer Experimentierfreude und gesellschaftlichem Engagement wird es zum lebendigen Spiegel der regionalen und überregionalen Debatten, die Kunst und Alltag verbinden.