Am Enteborn
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Am Enteborn in Dülmen umfasst 15 Hektar und schützt seit 1984 einen quellnassen Erlen-Sumpfwald.
- Im Gebiet leben seltene Arten wie Rispen-Segge, Sumpf-Veilchen und Kleiner Baldrian in naturnahen Feuchtlebensräumen.
- Langfristiges Ziel ist die Umwandlung der Kiefern- und Lärchenforste in bodenständigen Laubwald zur Erhaltung der Biodiversität.
Tipps
- Das Gelände ist quellnass und teilweise vernässt, festes Schuhwerk wird empfohlen.
- Im Sommer blühen seltene Pflanzen wie Kuckucks-Lichtnelke und Spitzblütige Binse im Nassgrünland.
- Der Erlen-Sumpfwald im Norden bietet Lebensraum für gefährdete Arten wie Rispen-Segge und Sumpf-Veilchen.
Eigenschaften
Über Am Enteborn
Das Naturschutzgebiet „Am Enteborn“ liegt im nordrhein-westfälischen Dülmen, im Kreis Coesfeld. Es zählt zu den geschützten Landschaftsflächen des Landes und wurde bereits in den 1980er Jahren unter Schutz gestellt. Mit einer Fläche von etwa 15 Hektar umfasst das Gebiet verschiedene naturnahe Lebensräume, darunter Feuchtwälder, Nassgrünland und strukturreiche Wald- und Offenlandbereiche. Das Schutzziel des Gebiets liegt unter anderem in der Erhaltung des Quellraums, der seltenen regionalen Flora und Fauna sowie der typischen Feuchtwald- und Nassgrünlandgesellschaften.
Im Zentrum des Naturschutzgebiets steht ein älterer Erlen-Sumpfwald, der sich in einer leicht eingetieften Senke befindet und durch quellige Bereiche geprägt ist. Diese feuchten Waldflächen bieten Lebensraum für verschiedene seltene und gefährdete Pflanzenarten, darunter das Bitterschaumkraut, die Rispen-Segge, das Sumpf-Veilchen und der Kleine Baldrian. Um den Sumpfwald herum schließen sich unterschiedliche Waldtypen an, darunter naturnahe Eichen-, Birken- und Kiefernforste. Im Westen grenzt ein artenreiches Grünlandbereich an, der extensiv beweidet wird und von einer Wallhecke umfasst ist.
Das Gelände ist durch eine hohe strukturelle Vielfalt gekennzeichnet. Neben dem Erlen-Sumpfwald treten hier verschiedene Biotoptypen auf, darunter bodensaure Eichenwälder, Schwarzerlenwälder, Nass- und Magergrünlandflächen sowie kleinere Gehölzstrukturen. Im südlichen Teil des Gebiets verlaufen Kiefern- und Lärchenforste, deren langfristige Umwandlung in bodenständigen Laubwald ein wichtiges Ziel der Naturschutzarbeit darstellt. Diese Maßnahme soll die ökologische Wertigkeit des Gebiets langfristig steigern und zur Vernetzung mit anderen naturnahen Feuchtbiotopen der Region beitragen.
Das NSG „Am Enteborn“ ist Teil des Niederungsbereichs Kottenbrook, in dem weitere Feuchtstandorte erhalten sind. Die Vielfalt an Lebensräumen macht das Gebiet zu einer wichtigen Fläche innerhalb des regionalen Biotopverbunds. Neben der Erhaltung der bestehenden Strukturen und Artenvielfalt liegt ein weiterer Schwerpunkt im Naturschutz auf der langfristigen Entwicklung natürlicher Waldgesellschaften und der Pflege extensiver Grünlandnutzung. Diese Ziele sollen die ökologische Funktionalität des Gebiets sichern und gleichzeitig zur Erhaltung gefährdeter Arten beitragen.