Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg
Highlights
- Die Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg in Spaichingen wurde 1666 erbaut und 1673 geweiht.
- Sie steht auf einer historischen Kultstätte und ist seit 1974 als Baudenkmal beim Landesamt für Denkmalpflege eingetragen.
- Die Kirche beherbergt ein Gnadenbild von Anton Joseph Schupp und eine Orgel mit 15 Registern aus dem Jahr 1889.
Tipps
- Bei der Anreise lohnt sich der Blick auf den markanten Turm der barocken Wallfahrtskirche, der vom Aussichtspunkt des Dreifaltigkeitsbergs gut sichtbar ist.
- Das Wetter auf dem Berg ist oft sonniger und klarer als im Tal, weshalb ein leichter Wetterausgleich eingeplant werden sollte.
- Im Kircheninneren sind die spätbarocke Ausstattung sowie der Hochaltar mit Gnadenbild und die Statuen der Erzengel Michael und Gabriel sehenswert.
Eigenschaften
Über Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg
Die Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg thront über der Kleinstadt Spaichingen im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Sie steht auf einem Berg, der bereits in keltischer Zeit als Kultstätte genutzt wurde. An dieser Stelle entstand im Mittelalter eine Kirche, die 1415 geweiht wurde. Die heutige barocke Kirche wurde ab 1666 erbaut und 1673 geweiht. Sie ist ein bedeutendes sakrals Baudenkmal und zählt zur Diözese Rottenburg-Stuttgart.
Der markante Kirchturm wurde zwischen 1693 und 1699 errichtet. Ursprünglich besaß er eine Welsche Haube, die jedoch durch einen Blitzschlag zerstört wurde. Danach wurde der Turm verändert und mit einem oktogonalen Aufbau sowie einer Plattform auf eine Höhe von über 21 Metern erhöht. Auffällig ist auch der spätbarocke Innenraum, der 1761 bis 1767 durch den Anbau eines Querschiffes, einer flachen Vierungskuppel und eines dreiseitig geschlossenen Chors erweitert wurde. In dieser Zeit entstand auch die Sakristei sowie die kunstvolle barocke Ausstattung.
Zu den bemerkenswerten Elementen der Kirchenausstattung gehört der Hochaltar, der dem Bildhauer Joseph Anton Feuchtmayer zugeschrieben wird. Darin eingebettet ist ein Gnadenbild des Anton Joseph Schupp. Im Langhaus befinden sich zudem Statuen der Erzengel Michael und Gabriel. Die 15-registrige Orgel mit zwei Manualen und Pedal wurde 1889 von der Firma Braun & Hecht erbaut und verfügt über pneumatische Trakturen sowie Spielhilfen wie Piano und Forte.
Die Wallfahrtskirche wurde im Laufe der Zeit mehrfach renoviert. In den Jahren 1854 und 1855 erfolgte eine erste umfassende Restauration. Zwischen 1876 und 1883 wurden Chor und Langhaus kassettiert und ausgemalt. 1974 wurde der Innenraum neu gestaltet und der Boden erneuert. Die Kirche ist weiterhin ein aktiver Ort der Andacht und wird von den Claretiner-Missionaren betreut, die auch für den Gottesdienstbetrieb und die Pflege des Wallfahrtsortes verantwortlich sind.
Besucher berichten von einer besonderen Atmosphäre auf dem Dreifaltigkeitsberg. Das Wetter auf dem Berg sei meist sonniger und klarer als im Tal, was den Aufenthalt zusätzlich erfrischend und angenehm mache. Die Kirche mit ihrem markanten Turm ist bereits von weitem sichtbar und begrüßt die Pilger und Gäste mit einer eindrucksvollen Silhouette gegen den Himmel. Mit einem hervorragenden Bewertungsdurchschnitt von 4,7 von 5 Sternen bei zahlreichen Bewertungen zählt sie zu den besonders geschätzten sakralen Bauten der Region.