Hassels Denkmal
Highlights
- Das Kriegerdenkmal Hassels in Düsseldorf wurde 1938 vom Bildhauer August Wilhelm Goebel errichtet.
- Es zeigt einen muskulösen Kämpfer mit Schwert und trägt die Inschrift 'Den Gefallenen Kameraden 1914-1918'.
- Das Denkmal dient heute als Mahnmal und ist Teil der öffentlichen Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf.
Tipps
- Das Kriegerdenkmal Hassels befindet sich in der Nähe der Hasselsstraße im Stadtteil Düsseldorf-Hassels und ist gut zu Fuß erreichbar.
- Der Eingangsbereich verfügt über einen Treppenaufgang, der barrierefrei gestaltet ist.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Die Haltestelle Hassels der Rheinbahn-Linie U77 ist in unmittelbarer Nähe.
Eigenschaften
Über Hassels Denkmal
Das Hassels Denkmal befindet sich im Stadtteil Hassels der Landeshauptstadt Düsseldorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es zählt zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Region und ist als Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1938 erhalten geblieben. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist Eigentümerin des Denkmals, das vom Kulturamt der Stadt betreut wird. Das Denkmal wurde vom Bildhauer August Wilhelm Goebel geschaffen, der zu dieser Zeit bereits Mitglied nationalsozialistischer Organisationen war.
Die Gestaltung des Denkmals folgt einem martialischen Stil, typisch für die nationalsozialistische Ära. Auf einem viereckigen Ziegelsockel steht ein Pfeiler, auf dem in etwa ein Meter Höhe ein muskulöser Kämpfer abgebildet ist, der nur mit einem Lendenschurz bekleidet ist. Die Skulptur hält ein Schwert, dessen Spitze auf einem Sockel ruht, in den die Jahreszahlen des Ersten Weltkriegs eingehauen sind. Die Figur wird durch den hellen Muschelkalk deutlich hervorgehoben, was an Grabplastiken erinnert. Die Inschrift "DEN GEFALLENEN KAMERADEN" verweist in Verbindung mit den dargestellten Symbolen weniger auf Trauer denn auf eine heroisierende Gedenkform.
Im Gegensatz zu anderen Kriegsgedenkstätten der Nachkriegszeit, die verstärkt den Verlust und die Trauer thematisieren, dient dieses Denkmal auch propagandistischen Zwecken der NS-Zeit. Dennoch wurde später auf der Rückseite eine Bronzetafel angebracht, die das Denkmal den Toten beider Weltkriege widmet. Diese Tafel trägt ein lateinisches Zitat des Dichters Vergil: „Nulla Salus Bello, Pacem Te Poscimus Omnes“, übersetzt mit „Vom Krieg kommt nichts Gutes, den Frieden verlangen alle“. Diese Ergänzung vermittelt eine differenzierte Botschaft im Kontext des ursprünglichen Denkmalentwurfs.
Das Denkmal ist Teil der Sammlung „Kunst im öffentlichen Raum“ der Landeshauptstadt Düsseldorf und wird auf der Plattform d:kult online dokumentiert. Diese Plattform bietet Zugang zu digitalisierten Kulturgütern der Düsseldorfer Museen, Archive und Kulturinstitutionen. Die Darstellung erfolgt sachlich und sensibel, auch wenn bei einigen historischen Objekten diskriminierende oder verletzende Sprache enthalten sein kann, was von den beteiligten Institutionen kritisch reflektiert wird.