Hubertuskapelle
Highlights
- Die Hubertuskapelle in Düsseldorf-Angermund stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde 1668 als Barockbau im Zusammenhang mit dem Torhaus von Winkelhausen errichtet.
Tipps
- Einige Inschriften im Mauerwerk, wie die aus dem Jahr 1668, dokumentieren die historische Bedeutung der Kapelle für die Region und ihre Verbindung zu lokalen Adelsfamilien.
- Die Kapelle wird durch den Förderverein Hubertus-Kapelle betreut, der sich für den Erhalt des Denkmals und eine zukünftige Nutzung als kultureller oder spiritueller Ort einsetzt.
Eigenschaften
Hubertuskapelle Düsseldorf: Sakrale Kultur im Herzen der Stadt
Die Hubertuskapelle in Düsseldorf-Angermund ist ein historisches Juwel mit einer bewegten Vergangenheit, das sich tief in der regionalen Kulturgeschichte verankert. Die Kapelle geht auf das späte Mittelalter zurück, wobei eine Inschrift aus dem Jahr 1560 auf eine frühe Vorgängerbauweise hinweist. Die heute sichtbare Barockkapelle entstand jedoch im 17. Jahrhundert, vermutlich zeitgleich mit dem Umbau des benachbarten Torhauses von Winkelhausen. Die präzise Ausrichtung der Kapelle auf das Torhaus deutet auf eine geplante architektonische Symmetrie hin, die bis heute beeindruckt.
Die Hubertuskapelle war über Jahrhunderte ein zentraler Ort für die lokale Bevölkerung, wie mündliche Überlieferungen belegen. So wurde etwa im 18. Jahrhundert im nahegelegenen Winkelhausen – das damals zur Pfarrei Wittlaer gehörte – eine Trauung in einer Kapelle vollzogen, die vermutlich mit der Hubertuskapelle in Verbindung stand. Im 19. Jahrhundert geriet die Kapelle jedoch in Vergessenheit, bis sie 1906 durch den ersten Fürsten von Hatzfeldt-Wildenburg restauriert wurde, um das Erbe der letzten Gräfin von Winkelhausen zu wahren.
Trotz des Engagements der Stadt Düsseldorf und des Landes für den Denkmalschutz geriet die Kapelle im 20. Jahrhundert in einen vernachlässigten Zustand. Erst nach einer umfassenden Sanierung in den 1980er-Jahren, an der sich auch der Förderverein St. Hubertus beteiligte, erhielt sie ihr heutiges Erscheinungsbild. Die Arbeiten wurden mit einer Fördersumme von über einer Million DM finanziert, wobei Stadt, Graf Hatzfeldt und das Land gemeinsam die Kosten trugen. Die letzte große Restaurierung erfolgte 2017, bei der die Kapelle nach jahrzehntelanger Vernachlässigung wiederhergestellt und feierlich gesegnet wurde.
Heute steht die Hubertuskapelle als geschütztes Baudenkmal unter der Obhut des Fördervereins, der sich für ihren Erhalt und eine sinnvolle Nutzung einsetzt. Das barocke Gotteshaus besticht durch seine historische Substanz und seine besondere Lage im Düsseldorfer Raum, die es zu einem faszinierenden Ausflugsziel für Kulturinteressierte macht. Die Kapelle lädt Besucher ein, die Verbindung von mittelalterlicher Tradition und barocker Architektur zu erleben – ein Stück lebendige Geschichte mitten in Düsseldorf-Angermund.