Kolpingplatz
Highlights
- Der Kolpingplatz in Düsseldorf-Pempelfort entstand 1902 bis 1904 nach der Rheinufervorschiebung.
- Er dient als Grünfläche, Spiel- und Marktplatz und beherbergt unterirdisch eine Tiefgarage.
- Benannt wurde er nach dem Sozialreformer Adolph Kolping, ein Denkmal erinnert seit 1954 an ihn.
Tipps
- Der Kolpingplatz in Düsseldorf-Pempelfort ist eine grüne Mitte mit historischer Gartenplatzgestaltung und ehemaliger Tiefgarage unterhalb der Erdoberfläche.
- Umgeben von Straßen wie Klever Straße und Pfalzstraße, bietet der Platz Raum für Erholung, Spiel und Aufenthalt im Freien.
- Die denkmalgeschützte Skulptur von Hermann Isenmann an der Ostseite ehrt den Sozialreformer Adolph Kolping mit einer Arbeiterfamilie.
Eigenschaften
Über Kolpingplatz
Der Kolpingplatz liegt im Stadtteil Pempelfort in Düsseldorf und zählt zu den markanten grünen Plätzen der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Umgeben von den Straßen Klever Straße, Mauerstraße, Pfalzstraße und Schwerinstraße, erstreckt sich der Platz auf einer Fläche von etwa 100 Metern Breite und mehr als 150 Metern Länge. Die Fläche wird sowohl als öffentlicher Park, Spiel- und Aufenthaltsbereich genutzt als auch unterirdisch durch eine Tiefgarage beansprucht. Die städtebauliche Anlage des Platzes folgt einem rechtwinkligen Grundriss, der sich in die umliegende Bebauung einfügt und einen klaren urbanen Raum definiert.
Die Geschichte des Kolpingplatzes reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück, als die städtebauliche Entwicklung im Norden von Pempelfort und Süden von Golzheim durch die Erschließung neuer Straßen und Baublöcke geprägt wurde. Im Zuge der Rheinufervorschiebung und einer städtischen Industrie- und Gewerbeausstellung wurde der Platz zwischen 1902 und 1904 angelegt. Ursprünglich als repräsentativer Schmuckplatz mit einem ovalem Jugendstil-Parterre gestaltet, bot er früh einen grünen Kontrapunkt zur umliegenden Bebauung. Die Gestaltung erfolgte unter der Leitung des Stadtgärtners Heinrich Hillebrecht, der den Platz mit Baumreihen, Blumenbeeten und geschwungenen Wegen ausstattete.
In den folgenden Jahren wurde der Platz mehrfach umgestaltet, um den sich wandelnden Anforderungen der Bevölkerung gerecht zu werden. Unter der Leitung des Gartenarchitekten Walter von Engelhardt erhielt der Platz um 1913 ein neues, rechteckiges Gestaltungskonzept. Dieses sah unter anderem Sitznischen, Bassins und symmetrisch angeordnete Blumenbeete vor. Die charakteristischen Doppelreihen aus Sumpf- und Roteichen, die den Platz heute säumen, sind ein Erbe dieser frühen gartenkunstgeschichtlichen Tradition und spiegeln die Idee der Gartenstadtbewegung wider, die auch in Düsseldorf Fuß fasste.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet stark bombardiert, und auch der Kolpingplatz erlitt Schäden. Nach dem Krieg wurde der Platz nach Adolph Kolping benannt, einem katholischen Priester und Sozialreformer, der als „Apostel der Familie“ bekannt war. An der Ostseite des Platzes erinnert seit 1954 eine Skulptur des Bildhauers Hermann Isenmann an ihn. Die aus Römischem Travertin gefertigte Figur zeigt Kolping gemeinsam mit einer Arbeiterfamilie und unterstreicht damit den sozialen Bezug des Platznamens.
Heute dient der Kolpingplatz als zentraler Grün- und Aufenthaltsraum im Stadtteil. Die klare räumliche Fassung durch die umliegenden Gebäude, die markanten Baumreihen und die gepflegten Grünflächen machen ihn zu einem prägenden Element der Düsseldorfer Stadtlandschaft. Die Kombination aus historischer Gartenkunst, städtebaulicher Ordnung und sozialem Gedenken prägt das Erscheinungsbild des Platzes bis heute.