Stadtpark

Lantz’scher Park

40468 Düsseldorf

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Lantz’scher Park

Der Lantz’sche Park ist eine rund 14,5 Hektar große Grünanlage im Düsseldorfer Stadtteil Lohausen und zählt zu den geschichtsträchtigen Parks der Stadt. Ursprünglich war der Ort bereits im Mittelalter als wasserumwehrter Rittersitz der Herren von Calcum bekannt. Im frühen 19. Jahrhundert erwarb der Düsseldorfer Kaufmann Heinrich Balthasar Lantz das Anwesen und ließ auf den Fundamenten der alten Burg ein Herrenhaus errichten. Über mehrere Generationen bewohnte die Familie Lantz den Sitz und gestaltete den umliegenden Park nach den Idealen verschiedener Gartengeschmäcker ihrer Zeit.

Der Park entwickelte sich in drei Abschnitten: Der mittlere Teil basiert auf einer forstlichen Parzelle, die bereits im frühen 18. Jahrhundert dokumentiert ist. Der vordere Teil entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach Plänen von Joseph Clemens Weyhe im Stil des englischen Landschaftsgartens. Hier finden sich Rasenflächen, malerische Baumgruppen sowie kunstvolle Skulpturen, darunter eine alte Schmuckvase aus Sandstein, vermutlich aus dem frühen Hofgarten von Düsseldorf. Auch verschiedene Bildnisbüsten, darunter eine des türkischen Großwesirs, zieren heute noch das Gelände, wenngleich einige Figuren im Laufe der Zeit verschwanden oder umgelagert wurden.

Der hintere Teil des Parks mit der Begräbniskapelle wurde in den 1880er Jahren von Julius Bouché im Stil des Historismus angelegt. Die Kapelle selbst war ein Gedenkbau für Mathilde Lantz, die 1878 verstarb. Dieser Bereich überzeugt durch klare Gestaltungselemente wie eine dominierende Lindenallee, geschwungene Wege und einen Aussichtshügel. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Nachbildung des „Perseus mit dem Haupt der Medusa“ des Bildhauers Ludwig Vordermayer, deren genaues Entstehungsdatum im Park unbekannt ist.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Park schwer beschädigt. 1944 entstanden am Eingang Heiligenweg Bunkeranlagen, die teilweise erhalten geblieben sind. Durch Artilleriebeschuss und die Nutzung von Bäumen als Brennholz ging ein großer Teil des Baumbestands verloren. Nach dem Tod des letzten Familienmitglieds Ludwig Lantz im Jahr 1969 verkaufte seine Nichte Benedikta Dyckman das Anwesen 1972 an die Stadt Düsseldorf. Mit dem Kauf verpflichtete sich die Stadt, den Park zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Heute ist der Lantz’sche Park ein ruhiger Rückzugsort mit altem Baumbestand, Blühflächen und kulturhistorischen Elementen. Besucher finden hier eine Mischung aus historischer Gartenkunst, Naturerlebnis und städtischer Erholungsfläche. Mehrere Bänke laden zum Verweilen ein, und der Spielplatz im ehemaligen Küchengarten bietet Kindern Freiraum. Besonders im Frühjahr erfreut sich der Park durch Schneeglöckchen-, Krokus- und Narzissenflächen großer Beliebtheit. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,4 von 5 Sternen spiegelt der Lantz’sche Park die Wertschätzung der Besucher wider – ein stilles Kleinod im Norden Düsseldorfs.

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