Museum

Pflegemuseum Kaiserswerth

Zeppenheimer Weg 20, 40489 Düsseldorf

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Museum Pflegemuseum Kaiserswerth Düsseldorf

Das Pflegemuseum Kaiserswerth in Düsseldorf ist ein historisches Museum, das sich der bewegenden Geschichte der Pflege widmet. Es befindet sich im ehemaligen Diakonissenkrankenhaus „Tabea“, einem denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände der Kaiserswerther Diakonie – einer Einrichtung, die 1836 von Theodor und Friederike Fliedner gegründet wurde. Diese Diakonie zählt heute zu den größten sozialen Organisationen in Nordrhein-Westfalen und hat ihren Ursprung in der Vision der Fliedners, bedürftigen Menschen durch christliche Nächstenliebe zu helfen. Das Museum selbst wurde 2011 im Rahmen der Fliedner-Kulturstiftung eröffnet und ist damit das erste deutsche Museum, das sich speziell der Pflegegeschichte widmet.

Besucher des Pflegemuseums erhalten einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Kranken- und Altenpflege vom 19. Jahrhundert bis heute. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie die Arbeit von Diakonissen und Pflegenden im Laufe der Zeit professionalisiert wurde und welche gesellschaftlichen Veränderungen dabei eine Rolle spielten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Biografie der Pflegenden sowie auf den Werten und Normen, die ihre Arbeit prägten. Auch die internationale Ausstrahlung der Kaiserswerther Diakonie wird thematisiert – etwa durch den Aufenthalt von Florence Nightingale, die hier 1851 ihre Ausbildung absolvierte und später als Wegbereiterin der modernen Pflege gilt.

Das Museum lockt nicht nur durch seine inhaltliche Tiefe, sondern auch durch die Atmosphäre des historischen Gebäudes. Das 1903 erbaute „Tabeahaus“ mit seiner neugotischen Architektur, dem repräsentativen Treppenhaus und den nach Süden ausgerichteten Zimmern vermittelt einen authentischen Eindruck davon, wie ein Diakonissenkrankenhaus vor über einem Jahrhundert funktionierte. Besonders für Pflegeschülerinnen und -schüler ist das Museum ein lohnenswertes Ziel, da es nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch zur Reflexion über die eigene Berufswahl anregt. Auch Gruppenbesuche sind möglich und lohnen sich durch fundierte Führungen und anschauliche Exponate.

Ein weiteres Highlight ist die Verbindung zur Fliedner-Kulturstiftung, die neben dem Museum auch ein Archiv und eine Fachbibliothek beherbergt. Diese Einrichtungen dienen der Erforschung und Bewahrung des kulturellen Erbes der Diakonie und bieten interessierten Besuchern die Möglichkeit, sich tiefer mit der Geschichte des Helfens und Pflegens auseinanderzusetzen. Das Museum steht dabei im Kontext eines internationalen Netzwerks diakonischer Institutionen und trägt dazu bei, die „Kultur des Helfens“ auch für zukünftige Generationen lebendig zu erhalten.

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