Theater

DAS DOKUMENTARTHEATER BERLIN E. V.

Moselstraße 9, 47058 Duisburg

Highlights

  • Das Dokumentartheater Berlin e. V. verbindet Theater mit Aufklärung durch thematische Vorträge zu Rassismus, NS-Geschichte und Tschernobyl-Folgen – stets mit audiovisuellen Elementen.
  • Seit 2020 entwickelt das Ensemble in Duisburg Projekte wie ‚Gesichter des Krieges‘ (Bunker-Lesungen) und ‚AKTE/NSU‘ in Kooperation mit Schulen.
  • Prämierte Stücke wie ‚Nadeschda heißt Hoffnung‘ (Holodomor-Opfer) oder ‚Tänzerin hinter Stacheldraht‘ zeigen historische Themen szenisch und interdisziplinär.

Tipps

  • Die Aufführungen verbinden historische Themen wie Zwangsarbeit oder den NSU mit audiovisuellen Elementen und richten sich gezielt an verschiedene Altersgruppen.
  • Ein Teil des Programms besteht aus szenischen Lesungen, die auf Basis von Zeitzeugenberichten oder historischen Dokumenten entstehen und künstlerisch aufbereitet werden.
  • Kooperationen mit Schulen und Bildungseinrichtungen ermöglichen spezielle Formate wie Theaterprojekte oder Vorträge zu gesellschaftlich relevanten Themen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Theater in Duisburg: Dokumentartheater Berlin e. V.

Das Dokumentartheater Berlin e. V. in Duisburg verbindet Theater, Bildung und gesellschaftliches Engagement zu einem einzigartigen kulturellen Angebot. Als unabhängiges Ensemble setzt es sich mit historischen und politischen Themen auseinander und vermittelt diese durch performative Formate wie szenische Lesungen, Vorträge und interaktive Projekte. Besonders geprägt ist das Theater von der Arbeit seiner Leiterin und Regisseurin Marina Schubarth, die mit künstlerischer Sensibilität und wissenschaftlicher Fundierung komplexe Themen zugänglich macht.

Ein zentraler Schwerpunkt des Ensembles liegt auf der Aufarbeitung von Gewalt, Unterdrückung und historischen Unrechtssystemen. Zu den wiederkehrenden Themen gehören Rassismus, die NS-Zeit – etwa die Geschichte der Zwangsarbeit oder die Aufarbeitung des NSU –, sowie die Folgen von Katastrophen wie Tschernobyl. Besonders eindrucksvoll sind Projekte wie die szenische Lesung *„Nadeschda heißt Hoffnung“*, die das Leben der Überlebenden des Holodomor und des Naziterrors erzählt. Durch audiovisuelle Elemente und gezielte Anpassung an Zielgruppen – von Jugendlichen bis zu Erwachsenen – gelingt es dem Theater, historische Zusammenhänge lebendig und emotional erfahrbar zu machen.

Neben der Theaterarbeit bietet das Ensemble ein breites Bildungsprogramm an, das über Vorträge und Workshops mit Schulen und Institutionen realisiert wird. So arbeitete das Dokumentartheater etwa mit dem Grafschafter Gymnasium an einer Aufführung zum NSU-Komplex oder gestaltete im Rahmen des *„Tages des offenen Denkmals“* Kooperationen mit lokalen Kulturorten wie dem Stadtgut. Auch internationale Bezüge spielen eine Rolle: Gastspiele in Berlin – etwa im Kinder- und Jugendtheater *„ATZE“* – oder Ausstellungen zu Themen wie der ukrainischen Geschichte zeigen die Verbindung von regionalem und überregionalem Engagement.

Mit Formaten wie *„Gesichter des Krieges“* oder *„Tänzerin hinter Stacheldraht“* verbindet das Theater historische Recherche mit künstlerischer Inszenierung. Besonders bemerkenswert ist die Kombination aus Führungen und Lesungen, wie sie im Berliner Unterwelten Museum stattfand – ein Ansatz, der Besucher:innen durch räumliche und narrative Perspektiven führt. Durch diese Vielschichtigkeit positioniert sich das Dokumentartheater als Ort der Erinnerungskultur, der nicht nur informiert, sondern auch zum Nachdenken und Dialog anregt.

Als Teil der Duisburger Kulturlandschaft trägt das Ensemble dazu bei, gesellschaftliche Debatten sichtbar zu machen und durch Kunst und Bildung zu einer reflektierten Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart einzuladen. Sein Ansatz vereint künstlerische Qualität mit sozialem Auftrag – ein einzigartiges Profil, das das Theater in der Region und darüber hinaus auszeichnet.

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