Siedlerklause
Highlights
- Der sechsgeschossige Hochbunker in der Werthackersiedlung wurde 1941 erbaut und diente als Luftschutzbunker.
- Nach dem Krieg beherbergte er zeitweise Vertriebene und ausgebombte Personen.
- Heute steht er mitten im Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg und ist denkmalwürdig.
Tipps
- Der Bunker in der Werthackersiedlung ist sechsgeschossig und verfügt über ein walmdachähnliches Dach, das ursprünglich schwer von oben zu erkennen war.
- Das oberste Geschoss wurde beim Bau bereits mit Fenstern versehen, möglicherweise für Beobachtungszwecke oder Tarnung.
- Heute dient der denkmalgeschützte Bunker als historisches Zeugnis und wurde früher auch von Musikern für Proben genutzt.
Eigenschaften
Über Siedlerklause
Die Siedlerklause in Duisburg ist ein ehemaliger Luftschutzbunker aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und heute ein geschütztes Denkmal. Sie befindet sich am Rand der Werthackersiedlung im Stadtteil Duissern und mitten im Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg. Der sechsgeschossige Hochbunker wurde um 1941 errichtet und verfügt zusätzlich zu einer Unterkellerung und einem Treppenhaus über eine auffällige Dachform, die ursprünglich der Tarnung dienen sollte. Das oberste Geschoss ist durch Fensteröffnungen gekennzeichnet, die entweder zur Beobachtung oder aus architektonischen Gründen entstanden sind.
Nach dem Krieg diente der Bunker zeitweise als Unterkunft für vertriebene und ausgebombte Personen. In späteren Jahren fanden in den schalldichten Räumen des Bauwerks Musikproben statt, was aufgrund der massiven Wände und der räumlichen Isolation möglich war. Heute wird der Bunker als denkmalwürdig betrachtet und von einem Verein gepflegt, der sich um die Erhaltung und Vermittlung der Geschichte des Ortes kümmert. Die Anlage gilt trotz ihrer schlichten äußeren Erscheinung als gut erhalten und bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern einen authentischen Einblick in die Zeit des Luftkriegs.
Die Siedlerklause steht mitten in einem urbanen Umfeld und ist von Industrie- und Wohngebäuden umgeben. Ihre Lage direkt am Autobahnkreuz verleiht dem Objekt eine besondere Präsenz, die sowohl historisch als auch städtebaulich relevant ist. Die Umgebung des Bunkers erzählt von der Entwicklung Duisburgs vom Wohn- und Industriegebiet zur modernen Stadtlandschaft. Die Anlage wird regelmäßig von Interessierten besucht, die sich für die Zeit des Nationalsozialismus und den Alltag im Krieg interessieren.
Besucher loben die engagierte Arbeit des Vereins, der den Bunker betreut, und betonen die authentische Atmosphäre des Ortes. Einige Gäste vergleichen die Bauweise positiv mit späteren Bunkeranlagen und finden Gefallen an der ruhigen, denkmalgeschützten Architektur. Mit einer Bewertung von 4,20 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen zeigt sich das öffentliche Interesse an der Anlage konstant hoch. Die Siedlerklause ist somit ein kleiner, aber bedeutender Ort der Erinnerungskultur in Duisburg.