Denkmal/Gedenkstätte

Stadtgeschichtliche Motive und Berufe

Kröpeliner Str. 49A, 18055 Rostock

Highlights

  • Rostock war im Mittelalter bedeutender Hanseort mit eigenem Stadtrecht.
  • Die Geschichtswerkstatt Rostock erforscht seit 1995 regionale Geschichte.
  • Im Kröpeliner Tor finden Ausstellungen zur Stadtgeschichte statt.

Tipps

  • Stadtrundgänge bieten Einblicke in Rostocks Geschichte – ideal für Besucher mit Interesse an Stadtgeschichte und Kultur.
  • Im Kröpeliner Tor finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen und Vorträge statt, die tiefere Einblicke in regionale Themen ermöglichen.
  • Kaffee zum kleinen Preis im Kröpeliner Tor – eine gute Gelegenheit, sich zwischendurch aufzuwärmen und mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Stadtgeschichtliche Motive und Berufe

Die „Stadtgeschichtliche Motive und Berufe“ in Rostock sind ein Angebot der Geschichtswerkstatt Rostock e.V., die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1995 der Erforschung und Aufarbeitung regionaler Geschichte widmet. Im Fokus stehen dabei nicht nur politische Ereignisse, sondern auch Alltag, Arbeitswelt und gesellschaftliche Zusammenhänge vergangener Epochen. Die Dauerausstellung im Kröpeliner Tor, einem denkmalgeschützten Bauwerk aus der norddeutschen Backsteingotik, zeigt anschaulich, wie sich die Stadt und ihre Bewohner im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Themen wie die mittelalterliche Stadtentwicklung, die Rolle Rostocks in der Hanse, die Auswirkungen des Nationalsozialismus sowie die Zeit der DDR werden in verschiedenen Kontexten präsentiert.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung historischer Berufe und Lebenswelten. Anhand von Objekten, Bildern und interaktiven Elementen wird sichtbar, welche Tätigkeiten früher zur Versorgung der Stadt beigetragen haben – vom Handwerk über den Seefahrtsberuf bis hin zu kaufmännischen Tätigkeiten im Hafen. Diese Ansammlung an Alltagskultur soll Brücken zwischen akademischer Forschung und öffentlichem Interesse schlagen. Die Geschichtswerkstatt versteht sich dabei als Ort des Lernens, des Austauschs und der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit – fernab von trockener Wissenschaftlichkeit.

Das Kröpeliner Tor selbst ist seit 2005 Schauplatz dieser vielfältigen Bildungsarbeit. Neben der Dauerausstellung finden hier regelmäßig Sonderausstellungen, Vorträge und Publikationen statt, die sich mit regionalen und überregionalen Themen der Zeitgeschichte beschäftigen. Ein Beispiel ist die laufende Sonderausstellung zur Zwangsarbeit im Ostseeraum während des Zweiten Weltkriegs. Die Zeitschrift „Zeitgeschichte regional“ ergänzt das Angebot und dokumentiert aktuelle Forschungsansätze. Ergänzt wird das Programm durch geführte Stadtrundgänge, die verschiedene Schwerpunkte wie die Nördliche Altstadt, Warnemünde oder die Hansezeit aufgreifen.

Besucher*innen berichten von einem vielseitigen und informativen Angebot, das sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Tourist*innen attraktiv ist. Neben dem kulturellen Programm wird auch der soziale Aspekt gewürdigt – etwa der Kaffee zum fairen Preis, der an mehreren Bewertungsportalen gelobt wird. Doch nicht alle Erfahrungen sind positiv: Einige Gäste kritisieren den Umgang seitens des Personals und empfehlen den Kontakt nur bedingt weiter. Insgesamt zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild: Die Einrichtung wird mit 4,2 von 5 Sternen bei über 80 Bewertungen bewertet und gilt vielen als wichtiger kultureller Anlaufpunkt in der Rostocker Innenstadt.

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