Römischer Spieletisch
Highlights
- In Duppach-Weiermühle wurden Überreste einer römischen Siedlung aus dem 4. Jahrhundert entdeckt.
- Das archäologische Projekt wird vom Förderverein Duppach e.V. unterstützt und dokumentiert.
- Neue Forschungen zur Römerstraße Trier-Köln beleuchten die Bedeutung des Fundorts.
Tipps
- Besucher finden auf dem Gelände gut beschilderte Exponate mit anschaulichen Erklärungen zur römischen Siedlungsgeschichte.
- Ein kleiner Kräutergarten veranschaulicht die pflanzliche Nutzung in römischer Zeit und ergänzt den historischen Kontext.
- Die Umgebung eignet sich für Wanderungen, besonders bei gutem Wetter, da die Landschaft reizvoll und ruhig ist.
Eigenschaften
Über Römischer Spieletisch
Der „Römische Spieletisch“ in Duppach ist ein archäologisch geprägter Ausflugsort im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Er befindet sich im Ortsteil Weiermühle, wo Überreste einer römischen Siedlung aus der Spätantike freigelegt wurden. Die Fundstelle ist Teil eines umfangreichen Forschungsprojekts, das von einem wissenschaftlichen Team betreut und durch den Archäologischen Förderverein Duppach e.V. unterstützt wird. Der Name des Ortes verweist auf die Rekonstruktion eines römischen Spieletisches, der hier archäologisch dokumentiert und nachgebildet wurde.
Der POI gliedert sich in eine kleine, aber informative Ausstellung mit anschaulichen Text- und Bildtafeln, die die Geschichte der Ausgrabungsstätte sowie die Bedeutung der römischen Funde erläutern. Ergänzt wird die Anlage durch einen kleinen, thematisch gestalteten Kräutergarten, der den Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Zugang zur Alltagskultur der Römer ermöglicht. Die römische Villenanlage selbst liegt landschaftlich eingebettet und vermittelt – selbst wenn Teile der Anlage nicht sichtbar sind – einen guten Eindruck von der antiken Besiedlung.
Die archäologischen Arbeiten in Duppach-Weiermühle haben unter anderem auch die älteste bekannte römische Brücke in Deutschland ans Licht gebracht, die im Zuge der wichtigen Römerstraße zwischen Trier und Köln errichtet wurde. Die Brücke wurde um die Zeit des Beginns der römischen Herrschaft in der Region erbaut und nachweislich mehr als ein Jahrhundert lang genutzt, bevor sie systematisch abgebaut wurde. Damit verbunden ist auch der Nachweis einer der ersten dokumentierten Straßensperrungen in der römischen Eifel, was Rückschlüsse auf die Infrastruktur und Logistik des römischen Militärs zulässt.
Der „Römische Spieletisch“ fungiert heute als Info-Punkt am Grabungsgelände die archäologische Forschung vor Ort zu entdecken. Die Anlage wirkt gepflegt und bietet trotz ihrer überschaubaren Größe einen lohnenswerten Einblick in die Spätantike. Die umliegende Landschaft im westlichen Teil der Vulkaneifel lädt zudem zu Wanderungen und weiteren Erkundungen der Region ein. Die Kombination aus archäologischem Erbe, kleiner Ausstellung und landschaftlichem Reiz macht den Ort zu einem interessanten Zwischenstopp für Besucherinnen und Besucher, die sich für die römische Geschichte der Eifelregion interessieren.