Hardtmuseum
Highlights
- Das Hardtmuseum in Durmersheim wurde 1991 zur 1000-Jahr-Feier des Ortes eröffnet.
- Es zeigt Ausstellungen zur Ortsgeschichte, Volksfrömmigkeit und dem Leben um 1900.
- Träger des Museums ist die Gemeinde Durmersheim, betreut vom Arbeitskreis Heimatpflege e.V.
Tipps
- Das Hardtmuseum bietet einen anschaulichen Einblick in das Leben um 1900 mit originalen Möbeln, Geräten und Alltagsgegenständen.
- Das Museum liegt in der Ecke Ritter-Rudolff-Straße und nicht direkt an der Römerstraße.
- Themen wie Volksfrömmigkeit, Wallfahrt und die Ortsgeschichte von Durmersheim und Würmersheim werden im Museum behandelt.
Eigenschaften
Über Hardtmuseum
Das Hardtmuseum in Durmersheim ist ein kulturhistorisches Museum, das seit 1991 vom Arbeitskreis Heimatpflege Durmersheim e.V. ehrenamtlich betreut wird. Es befindet sich in einem Fachwerkhaus, das um die Wende des 17. zum 18. Jahrhundert errichtet wurde und somit selbst ein historisches Zeugnis darstellt. Das Gebäude steht nicht, wie fälschlicherweise angenommen, an der Römerstraße, sondern in der Ecke Ritter-Rudolff-Straße. Es dient seit seiner Eröffnung als Ort zur Erhaltung und Präsentation der regionalen Geschichte von Durmersheim sowie des Ortsteils Würmersheim.
Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Epochen und zeigt Alltagsgegenstände, Möbel, Kleidung und Geräte aus dem ländlichen Leben um etwa die Jahrhundertwende. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von Volksfrömmigkeit und Wallfahrt, insbesondere im Zusammenhang mit der nahegelegenen Wallfahrtskirche Maria Bickesheim. Daneben werden Exponate aus römischer und germanischer Zeit sowie aus dem Mittelalter präsentiert, teilweise in Form von Leihgaben des Badischen Landesmuseums Karlsruhe. Die im Museum verwendeten Informationstafeln sind zweisprachig in Deutsch und Französisch verfasst, was die Einbindung des Hardtmuseums in den deutsch-französischen Museumsverbund PAMINA-Rheinpark unterstreicht.
Als PAMINA-Museum nimmt das Hardtmuseum eine spezifische Rolle innerhalb eines grenzüberschreitenden Kulturprojekts ein. Neben den Themen zur Volkskultur und Religiosität liegt ein weiterer inhaltlicher Fokus auf der lokalen Ortsgeschichte. Dazu gehören nicht nur die Chronik der Gemeinde Durmersheim, sondern auch die Geschichte von Würmersheim, dessen erste urkundliche Erwähnung auf das Mittelalter zurückgeht. Das Museum dokumentiert zudem regionale Bräuche, Familiengeschichten, Kriegserinnerungen sowie kirchliche und bäuerliche Traditionen. Ergänzt wird die Sammlung durch eine umfangreiche Bildergalerie, Dokumente und ortskundliche Veröffentlichungen.
Das Hardtmuseum fungiert somit sowohl als kulturhistorische Fundgrube als auch als Archiv der regionalen Identität. Es bietet Einblicke in nahezu vergessene Lebenswelten und vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der Entwicklung der Gemarkung Hardt, eines bewaldeten Hochgestades im rheinischen Tiefland. Die ehrenamtliche Arbeit des Trägervereins hat es ermöglicht, das Museum über Jahrzehnte hinweg lebendig zu erhalten und fortlaufend um neue Exponate und Forschungsergebnisse zu erweitern.