K15 Alte Schmiede Malsch e.V.
Highlights
- Das 19. Jahrhundert-Gehöfte in Malsch mit Schmiede, Scheune und Wohnhaus ist eines der letzten vollständig erhaltenen innerörtlichen Handwerksbetriebe der Region.
- Seit 2020 bewahrt der Verein K15 Alte Schmiede Malsch e.V. das Kulturdenkmal durch Denkmalschutz und nutzt es als lebendiges Museum für Geschichte, Kunst und Handwerk.
- 2024 eröffnete das Spielzeugmuseum als neues Highlight – neben der originalgetreu rekonstruierten Dorfschmiede mit historischer Ausstattung.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die historische Schmiede.
- Die originale Schmiedewerkstatt zeigt die technische Ausstattung und Arbeitsorganisation des 19. Jahrhunderts im authentischen Zustand.
- Im Spielzeugmuseum werden traditionelle Handwerkskunst und regionale Kultur durch wechselnde Ausstellungen lebendig dargestellt.
Eigenschaften
Kultur-Museum K15 Alte Schmiede Malsch e.V.
Die K15 Alte Schmiede Malsch e.V. bewahrt in ihrem historischen Gebäudeensemble aus dem 19. Jahrhundert ein einzigartiges Stück Ortsgeschichte: Schmiedehaus, Scheune und Wohnhaus bilden eines der letzten vollständig erhaltenen innerörtlichen Gehöfte mit Handwerksbetrieb in der Region. Das Kulturdenkmal in der Kreuzstraße steht als lebendiges Zeugnis für das Handwerk und die Landwirtschaft vergangener Zeiten – trotz fehlender markanter Fachwerkarchitektur birgt es einen unschätzbaren kulturellen Wert. Durch behutsame Sanierung, die sich an der historischen Bauweise orientiert, wird die Substanz erhalten und gleichzeitig eine bürgernahe Nutzung ermöglicht.
Seit der Vereinsgründung 2020 setzt sich der Verein für die Erhaltung des Denkmals ein und verwandelt das Areal in ein kulturelles Zentrum unter dem Motto *„viele Museen unter einem Dach“*. Neben der originalgetreu rekonstruierten Dorfschmiede mit ihrer technischen Ausstattung aus dem 19. Jahrhundert – inklusive Nagel- und Messerschmiede – bietet die K15 seit 2024 ein Spielzeugmuseum als weiteres Highlight. Regelmäßig finden hier Ausstellungen statt, die Geschichte, Kunst und Handwerk verbinden. Besonders beeindruckend ist die Sammlung privater Schätze unter dem Titel *„Schätze im Gepäck“*, die persönliche Leidenschaften und regionale Geschichten lebendig werden lässt – von historischen Wagenratschen bis zu künstlerischen Collagen.
Die Räumlichkeiten beherbergen zudem Werke lokaler Künstler wie Emil Fritz (1918–1978), dessen großformatige Zeichnungen und mystische Kabinettgemälde die Verbindung von Tradition und Moderne in Malsch widerspiegeln. Auch die Werke von Theodor Schindler (1870–1950), einem Malscher Künstler zwischen klassizistischen und modernen Strömungen, sind Teil der Sammlung. Die Galerie zeigt zudem Exponate aus dem Heimatmuseum, das im Obergeschoss archiviert wird – ein Raum, der seit Jahren für die Aufbewahrung historischer Dokumente und Exponate der Heimatfreunde Malsch genutzt wird.
Das Projekt der K15 Alte Schmiede steht für eine nachhaltige Denkmalschutzidee: Im Einklang mit Ressourcenschonung und Ortsbildpflege entstehen Grünflächen, die das Ensemble aufgewerten. Die barrierefreie und inklusive Gestaltung folgt modernen musealen Standards, wie sie von internationalen Verbänden wie ICOM gefordert werden. Bereits zum dritten Mal nimmt die Schmiede am Tag des offenen Denkmals® teil und lädt Besucher ein, die Ursprünglichkeit der historischen Räume zu erleben – etwa die noch sichtbaren Ölleitungen der ehemaligen Heizöfen. Die K15 wird damit zu einem Ort der Begegnung, der nicht nur Geschichte bewahrt, sondern auch aktuelle kulturelle Diskurse aufgreift.
Für viele Menschen in einer schnelllebigen Welt bietet die Alte Schmiede einen Gegenpol zur Entfremdung: Als „belebter historischer Ort“ verkörpert sie das Gefühl von Heimat und Identität – fernab von einer seelenlosen Speckgürtel-Architektur. Die Initiative zeigt, wie Denkmalschutz und lebendige Kultur Hand in Hand gehen können, um ein Stück regionaler Geschichte für zukünftige Generationen zu bewahren.