Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein der Familie Blumenkranz

Wallstr. 7, 01069 Dresden

Highlights

  • 1933 wurde Max Blumenkranz wegen angeblichen Lebensmittelschmuggels verhaftet und 1938 im Rahmen der ‚Polenaktion‘ nach Polen abgeschoben.
  • Die Familie Blumenkranz gehörte zu den ersten Dresdner Juden, deren Stolpersteine seit 2009 vor ihrem letzten Wohnort verlegt wurden.
  • Max Blumenkranz war Mitglied der jüdischen Gemeinde Dresden, die seit 1837 bestand und bis 1942 systematisch verfolgt wurde.

Tipps

  • Die Umgebung der Stolpersteine bietet oft zusätzliche Gedenktafeln oder Informationen zu lokalen Erinnerungsorten, die den historischen Kontext ergänzen können.
  • Ein Besuch der nahegelegenen Mahn- und Gedenkstätten ermöglicht vertiefende Einblicke in die Geschichte der Verfolgung und Deportation während des Nationalsozialismus.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Denkmal Stolperstein Familie Blumenkranz Dresden

Der Stolperstein der Familie Blumenkranz in Dresden ist ein bewegendes Mahnmal, das an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Verlegt wurde er im Rahmen der Initiative „Stolpersteine für Dresden“, die seit ihrer Gründung 1997 systematisch an die Verfolgten des Regimes vor ihren letzten frei gewählten Wohnorten erinnert.

Die Familie Blumenkranz gehörte zu den Betroffenen der nationalsozialistischen Verfolgung. Ein Familienmitglied wurde 1933 aufgrund eines vermeintlichen „Lebensmittelschmuggels“ verhaftet und später im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ 1938 nach Polen abgeschoben. Diese Maßnahme zielte auf die Entrechtung und Deportation polnischstämmiger Juden ab und war Teil der systematischen Entrechtung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland.

Die Stolpersteine wie derjenige der Familie Blumenkranz dienen als individuelle Gedenkzeichen und machen die Schicksale der Verfolgten vor Ort sichtbar. Sie erinnern an die Opfer des Holocaust und mahnen zur Erinnerung an die Verantwortung für Menschenwürde und Toleranz.

Die Initiative „Stolpersteine für Dresden“ setzt sich seit über zwei Jahrzehnten für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ein. Durch jährliche Aktionen werden weitere Steine verlegt, um das kollektive Gedächtnis zu bewahren. Der Stolperstein der Familie Blumenkranz ist damit ein Teil eines Netzwerks von Erinnerungsorten, die die Geschichte der Verfolgung in der Stadt dokumentieren.

Als Mahn- und Gedenkstätte trägt der Stolperstein dazu bei, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten zu betonen. Er lädt Besucher ein, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und die Verantwortung für eine offene Gesellschaft zu übernehmen.

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