Förderverein Bedburger Begegnungspark e.V.
Highlights
- Der Förderverein zeigt die Wanderausstellung ‚Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde‘ aus Berlin.
- Führungen führen durch historische Gebäude wie Aufnahmehaus, Bäckerei oder Ärztevillen im Gelände.
- Über 800 historische Fotos von Alfred Derks dokumentieren die Geschichte des Begegnungsparks.
Tipps
- Die historischen Gebäude des Parks bieten Einblicke in die Architektur der frühen 20. Jahrhunderts mit original erhaltenen Strukturen wie der Bäckerei oder dem Kesselhaus.
- Führungen starten an zwei festgelegten Punkten: am Bahnhof Bedburg-Hau oder am Gutshof, wobei beide Routen unterschiedliche Schwerpunkte wie Werkstätten oder den Friedhof umfassen.
Eigenschaften
Naturpark Bedburg: Begegnungspark Tannenforst
Der Förderverein Bedburger Begegnungspark e.V. bewahrt und gestaltet einen einzigartigen Ort im Herzen des Tannenforst bei Bedburg. Der Begegnungspark verbindet auf über 80 Hektar eine vielseitige Naturlandschaft mit historischer Bedeutung und bietet Besuchern eine besondere Mischung aus Erholung und Aufklärung. Das Gelände wurde ursprünglich als Teil eines größeren Komplexes angelegt, dessen Spuren bis heute in den Strukturen des Parks nachvollziehbar sind.
Ein zentraler Bestandteil des Parks ist die umfangreiche Sammlung historischer Fotos, die der Fotograf Alfred Derks dokumentiert hat. Über 800 Aufnahmen geben Einblicke in die Entwicklung des Geländes und seiner Nutzung. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung zur Geschichte des Ortes: Der Park entstand an einem Ort, der in der Vergangenheit für medizinische und soziale Zwecke genutzt wurde. Heute dient er als Ort der Erinnerung und des Austauschs.
Für Besucher stehen zwei geführte Touren zur Auswahl, die unterschiedliche Aspekte des Geländes beleuchten. Führung A startet am Bahnhof Bedburg-Hau und führt entlang historischer Gebäude wie der Stolperschwelle, der Kochküche oder der Kirche, die einst Teil eines größeren Instituts waren. Führung B beginnt am Gutshof und zeigt unter anderem den Schlachthof, den Friedhof und den Minigolfplatz, der heute eine moderne Freizeitmöglichkeit darstellt. Beide Routen verbinden historische Erzählungen mit der heutigen Nutzung des Parks.
Ein besonderes Angebot des Fördervereins ist die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde“, die in Kooperation mit dem Gedenk- und Informationsort Tiergartenstraße 4 in Berlin präsentiert wird. Die Ausstellung thematisiert die dunklen Kapitel der regionalen Geschichte und lädt zu einem bewussten Umgang mit der Vergangenheit ein. Gleichzeitig steht der Park als Ort der Begegnung und des Austauschs für alle Generationen offen.
Der Begegnungspark ist damit ein Ort der Vielfalt: Er verbindet Naturerlebnis mit historischer Aufklärung, bietet Raum für Bewegung und Entspannung und fördert durch seine Führungen ein tieferes Verständnis für die Geschichte der Region. Ob als Ausflugsziel für Familien, als Ort der Reflexion oder einfach zum Verweilen – der Park bietet für jeden etwas und lädt zum Verweilen ein.