Niersaltarme und Mühlenteiche
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Niersaltarme und Mühlenteiche in Goch umfasst 5 Hektar feuchte Wiesen und Altarme.
- Es beherbergt seltene Pflanzen wie Kalmus und Gemeinen Hornblatt sowie Brutplätze für Vögel.
- Geschützte Arten wie Bekassine und Zwergtaucher leben in diesem NSG seit 1982.
Tipps
- Bei Besuchen des NSG Niersaltarme und Mühlenteiche in Goch sollten feste Schuhe getragen werden, da die Wege uneben und feucht sein können.
- Zum Schutz der Lebensräume ist das Betreten der Uferbereiche und Gewässer nur auf bestehenden Wegen erlaubt.
- Bei Beobachtungen von Amphibien oder Singvögeln ist auf unauffälliges Verhalten zu achten, um die Tiere nicht zu stören.
Eigenschaften
Über Niersaltarme und Mühlenteiche
Das Naturschutzgebiet „Niersaltarme und Mühlenteiche“ liegt im nordrhein-westfälischen Goch im Kreis Kleve. Es umfasst eine Fläche von rund 5 Hektar und besteht aus mehreren Einzelabschnitten, die sich entlang der Niederung der begradigten Niers erstrecken. Das Gebiet wurde rechtskräftig unter Naturschutz gestellt und zählt heute zu den geschützten Landschaftsbestandteilen der Region. Charakteristisch für das Areal sind ehemalige Flussaltarme sowie kleinere stehende Gewässer, die einst zur Wasserkraftnutzung von Mühlen dienten.
Die Landschaft präsentiert sich als feuchte Wiesen- und Weidelandschaft mit naturnahen Uferbereichen. Uferständige Baumgruppen und dichte Gehölze prägen das Bild der Gewässer. Teilweise sind Schilf- und Hochstaudenfluren ausgeprägt, die Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten. Zu den Biotoptypen des Gebiets zählen unter anderem natürliche oder naturnahe stehende Gewässer, Ufergehölze sowie Weiden- und Erlenaue. Diese Strukturen bieten Brutplätze für Wasser- und Singvögel sowie Laichplätze für Amphibien. Auf dem Gewässer treten zudem Wasserlinsen in beträchtlichem Ausmaß auf.
Im Naturschutzgebiet wurden verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen, darunter typische Feuchtgebietspflanzen wie der Aufrechte Igelkolben, der Kalmus und der Gemeine Blutweiderich. Auch die Gelbe Schwertlilie ist in den Uferzonen vertreten. Zu den Baumarten zählen unter anderem die Echte Trauerweide, die Esche, die Hainbuche sowie verschiedene Weidenarten. Im Bereich der Aspermühle befindet sich zudem ein Kleingewässer mit reichhaltigem Vorkommen des Gemeinen Hornblattes.
Aufgrund seiner ökologischen Bedeutung dient das Gebiet als Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter auch solche, die auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalens geführt werden. Dazu gehören beispielsweise die Bekassine, der Kleinspecht und die Krickente. Auch der Zwergtaucher sowie der Mäusebussard nutzen das Areal als Brut- oder Nahrungsraum. Der Dunkle Wasserläufer wurde ebenfalls als planungsrelevante Art im Zusammenhang mit dem Gebiet festgestellt.