Höhle

Veitensteinhöhle

96161 Gerach

Highlights

  • Die Veitensteinhöhle in Gerach ist eine sagenumwobene Sandsteinformation mit frühgeschichtlichen Funden und Inschriften.
  • Über eine Felsspalte gelangt man in unterirdische Hohlräume, darunter der sogenannte Geißstall und das Quärkelloch.
  • Die Höhle war möglicherweise Wohn- oder Kultstätte und später im Mittelalter als Heiliges Grab genutzt.

Tipps

  • Wanderung von Baunach zum Veitenstein bietet schöne Ausblicke und ist mit Kindern gut zu bewältigen.
  • Aussichtspunkt am Veitenstein ist auch bei Regenwetter beeindruckend, Rastplatz mit Bänken vorhanden.
  • Höhle ist aktuell geschlossen, Führungen und Infos über den Hassbergverein möglich.

Eigenschaften

Outdoor Ganzjährig

Über Veitensteinhöhle

Die Veitensteinhöhle liegt im Ort Gerach im Landkreis Bamberg in Bayern. Sie befindet sich auf dem Veitenstein, einer etwa 15 Meter hoch aufragenden Sandsteinformation am westlichen Rand des Lussberger Forstes. Der markierte Wanderweg zum Veitenstein führt von Baunach aus über Wiesen, Felder und durch waldige Abschnitte. Die gut befestigten Forststraßen eignen sich auch für Radfahrer, wobei der Aufstieg ohne E-Bike als anstrengend empfunden werden kann. Die Tour dauert etwa vier bis fünf Stunden und ist mit Kindern machbar, auch wenn einzelne Abschnitte steiler sind.

Das Highlight der Tour ist die sagenumwobene Felsenhöhle am Veitenstein. Sie ist über eine Felsspalte erreichbar und führt in unterirdische Hohlräume, darunter der sogenannte Geißstall, der über ein rund zehn Meter langes Quärkelloch nach außen verbunden ist. Die Höhle ist derzeit aus Naturschutzgründen, insbesondere zum Schutz der Fledermäuse, verschlossen. Dennoch der Weg: Auf dem Hochplateau des Veitensteins öffnet sich ein weiträumiger Ausblick in die umliegende Landschaft. Mehrere Sitzgelegenheiten, darunter eine kleine Holzhütte mit Tisch und Bank sowie weitere Bänke, laden zur Rast ein.

Die Entstehung und Nutzung der Höhle sind Gegenstand vieler Theorien und Legenden. Funde aus verschiedenen Epochen – darunter Schabsplitter, ein bemalter Schachstein sowie mittelalterliche Keramik – deuten auf eine Nutzung vom frühen Menschen bis ins Mittelalter hin. Inschriften an den Wänden im Stil der spätgotischen Majuskel, die Christus anrufen, legen nahe, dass die Höhle im Spätmittelalter als Heiliges Grab genutzt wurde. Die Sage von der „Quärkel am Lussberg“ verbindet den Ort mit weiteren mythischen Erzählungen, vergleichbar mit Erzählungen vom Staffelberg.

Die Region rund um den Veitenstein gehört zum landschaftlich reizvollen Itz-Baunach-Hügelland und ist Teil des Naturpark Hassberge. Die nahegelegenen Gemeinden Baunach und Reckendorf bieten mehrere kulinarische Einkehrmöglichkeiten. Wanderer können sich entlang der Route mit Proviant versorgen oder in Gasthöfen wie dem Gasthof Stufenburg in Dorgendorf oder den Brauereigasthöfen in Reckendorf stärken. Die Wanderung verläuft überwiegend ruhig und ermöglicht einen abwechslungsreichen Ausflug in die Natur der Haßberge mit ihren geschützten Flora- und Fauna-Beständen.

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