Kirche/Kloster

Kriegergedächtniskapelle

Pretzfelder Str. 23, 91320 Ebermannstadt

Highlights

  • Die Kriegergedächtniskapelle in Ebermannstadt wurde 1931 kirchlich eingeweiht und steht unter Denkmalschutz.
  • Stifter Peter Martin ließ die Kapelle nach einem Kriegsgelübde erbauen, um Gott für die Rettung seiner Familie zu danken.
  • Die neugotische Feldkapelle verfügt über Bleiglasfenster mit Symbolen für Glaube, Hoffnung, Liebe und Frieden.

Tipps

  • Die Kriegergedächtniskapelle in Ebermannstadt ist eine neugotische Feldkapelle, die 1931 geweiht wurde und heute noch im Privatbesitz der Stifterfamilie steht.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kriegergedächtniskapelle

Die Kriegergedächtniskapelle in Ebermannstadt ist eine denkmalgeschützte Sakralstätte am Ortsrand der Stadt, gelegen im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Die Kapelle wurde von dem Landwirt Peter Martin gestiftet, der während des Ersten Weltkrieges ein Gelübde ablegte, im Falle der sicheren Rückkehr aus dem Krieg eine Kapelle zu errichten. Dieses Gelübde hielt er auch nach dem Krieg ein, und der Bau der Kapelle erfolgte später durch seine Familie. Die Weihe fand einige Jahre nach Fertigstellung statt, und die Kapelle wird seither von Nachkommen des Stifters gepflegt.

Das Bauwerk selbst ist ein kleiner, dreiseitig geschlossener Saalbau mit Satteldach und Dachreiter. Es handelt sich um einen teilverputzten Massivbau, der auf einem hohen Kalksteinquadersockel errichtet wurde. Hinzu kommt ein gleichzeitig errichteter gemauerter Vorplatzsockel mit gusseiserner Einfriedung. Die Architektur ist geprägt von neugotischen Elementen und spiegelt den zeitgenössischen Stil der Nachkriegszeit wider. Die Kapelle ist unter der Denkmalnummer D-4-74-121-61 beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege registriert.

Die Innenausstattung ist schlicht, aber von symbolischer Tiefe. Vier Bleiglasfenster schmücken den Innenraum, versehen mit Darstellungen zu den Themen Glaube, Hoffnung, Liebe und Friede. Der Altar zeigt die Heilige Dreifaltigkeit, gestaltet vom Bildhauer Bauer-Bamberg. Weitere Figuren wie der hl. Josef und die hl. Theresia ergänzen die sakrale Ausstattung. Ursprünglich besaß die Kapelle eine Glocke, die jedoch im Zweiten Weltkrieg zu Kriegszwecken eingeschmolzen wurde.

Die Kriegergedächtniskapelle steht für die persönliche Dankbarkeit eines Mannes und seiner Familie, die den Krieg unversehrt überstanden. Sie gilt nicht nur als Gedenkstätte, sondern auch als Ausdruck tiefen Glaubens und familiärer Verbundenheit. Die Kapelle ist oft geöffnet und lädt zum Verweilen und Innehalten ein. Obwohl sie nur von lokaler Bedeutung ist, wird sie als gelungenes Beispiel bürgerschaftlichen Engagements und religiösen Ausdrucks wahrgenommen.

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