Denkmal/Gedenkstätte

Tonbergbaumuseum Siershahn

Poststraße 39-41, 56206 Siershahn

Highlights

  • Das Tonbergbaumuseum Siershahn zeigt historische und moderne Tonbergbau-Technik vom Mittelalter bis heute.
  • Besucher erleben Führungen durch Ausstellungen und den Maschinenpark einer aktiven Tongrube im Westerwald.
  • Rollstuhlgerechter Zugang und WC ermöglichen barrierefreien Besuch des Museums mit Exponaten zur Rekultivierung.

Tipps

  • Im Außenbereich sind originale Maschinen und Geräte aus dem Tongruben-Betrieb ausgestellt, die den praktischen Abbauprozess und die technische Entwicklung veranschaulichen.
  • Die Ausstellung im Museumspavillon zeigt neben historischen Arbeitsmitteln auch aktuelle Beispiele aus dem regionalen Tonbergbau, der bis heute wirtschaftlich relevant bleibt.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kulturdenkmal Tonbergbaumuseum Siershahn

Das Tonbergbaumuseum Siershahn im vorderen Westerwald ist ein einzigartiges Zeugnis der jahrhundertelangen Tradition des Tonabbaus in dieser Region. Gegründet wurde der Museumsverein 1987 mit dem Ziel, die Geschichte der Tongewinnung – von mittelalterlichen Methoden bis hin zur modernen Industrie – lebendig zu halten. Besonders bemerkenswert ist, dass das Museum nicht nur historische Aspekte präsentiert, sondern auch aktuelle Entwicklungen des Tonbergbaus einbezieht. Damit gehört es zu den wenigen Bergbaumuseen Deutschlands, die eine direkte Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart herstellen können.

Die Ausstellung erstreckt sich über ein Gelände am Ende der historischen Poststraße und umfasst einen modernen Museumspavillon, der mit originalen Arbeitsgeräten, Maschinen und historischen Bildern die Technik und Arbeitswelt des Tonbergbaus veranschaulicht. Im Außenbereich sind zudem zahlreiche Exponate aus dem Maschinenpark einer Tongrube zu besichtigen, die einen Eindruck von der industriellen Entwicklung vermitteln. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der historischen Entwicklung vom traditionellen Glockenschacht bis hin zu modernen Tagebauverfahren, die in unmittelbarer Nähe des Museums zu sehen sind.

Ein zentraler Fokus des Museums liegt auf der Rekultivierung ehemaliger Tagebaue, wie am Beispiel des „Straubinger“ bei Moschheim. Hier wird gezeigt, wie ausgenutzte Flächen nach der Gewinnung wiederaufgeforstet und für andere Zwecke genutzt werden. Obwohl das ursprüngliche Ziel, den untertägigen Bereich der Schachtanlage „Gute Hoffnung“ vollständig zugänglich zu machen, aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden konnte, bietet das Museum spannende Einblicke in die unterirdischen Arbeitsbedingungen und deren Herausforderungen.

Besucher können das Museum nur im Rahmen einer Führung erkunden, die detailliert in die Geschichte und Technik des Tonbergbaus einführen. Besonders für Interessierte an Industriekultur und regionaler Geschichte bietet das Tonbergbaumuseum Siershahn somit eine einzigartige Möglichkeit, die Bedeutung des Westerwalds als eines der bedeutendsten Tonabbaugebiete Europas zu verstehen. Dank der barrierefreien Gestaltung mit rollstuhlgerechtem Parkplatz und WC ist das Museum für alle Besucher zugänglich.

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