Theater

Holzkirche Chemnitz

Ahornstraße 47, 09120 Kaßberg

Highlights

  • Die im Dezember 1949 geweihte Holzkirche entstand als Notkirche der Dreieinigkeitsgemeinde.
  • Seit dem Jahr 2001 ist die Kirche auf der Liste der Naturdenkmale des Freistaates Sachsen.

Tipps

  • Ein rollstuhlgerechter Parkplatz steht für Besucher zur Verfügung.
  • Das Gebäude an der Ahornstraße ist als Naturdenkmal des Freistaates Sachsen gelistet.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Kulturell Ganzjährig

Kultur-Ausflug zur Holzkirche im Chemnitzer Kaßberg

Die Holzkirche Chemnitz im Stadtteil Kaßberg ist ein besonderes architektonisches Zeugnis der Nachkriegszeit. Ursprünglich als sogenannte „Notkirche“ konzipiert, entstand das Bauwerk aus der Not der Zeit heraus und war eigentlich nur als zeitlich befristetes Provisorium gedacht. Die Kirche wurde auf einem massiven Fundament errichtet und konnte im Dezember eines Jahres der späten 40er Jahre geweiht werden. Sie diente der Dreieinigkeitsgemeinde als Ersatz, nachdem es zwar gelungen war, die Trümmer wegzuräumen und die Ruine der Dreieinigkeitskirche zu sichern, ein dauerhafter Ersatzbau jedoch noch ausstand.

In ihrer Form präsentierte sich die Holzkirche als ansprechende Saalkirche mit neugotischen Elementen. Besonders prägend war der 32 Meter hohe Turm, der schnell zu einem markanten Wahrzeichen des neuen Stadtteils wurde. Im Laufe der Zeit etablierte sich das Gemeindeleben in der sanierten Kirche vollständig, was unter anderem durch die Installation einer neuen Orgel unterstützt wurde. Aufgrund ihrer besonderen Bedeutung wurde die Kirche später in die Liste der Naturdenkmale des Freistaates Sachsen aufgenommen.

Die Geschichte des Standorts ist geprägt von Veränderungen und Transformationen. Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals konnte die Öffentlichkeit ein im Rohbau befindliches Gebäude an einem neuen Standort in der Ahornstraße besichtigen. Während die ursprüngliche Funktion als sakraler Raum im Zentrum stand, wandelte sich die Nutzung der ehemaligen Notkirche in der Folgezeit. So wurde das Gebäude schließlich als Restaurant „Wegwarte“ neu eröffnet.

Heute wird die Anlage als Veranstaltungsstätte geführt und zeichnet sich durch eine gute Zugänglichkeit aus, unter anderem durch einen rollstuhlgerechten Parkplatz. Trotz historischer Spannungen und Differenzen innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens bleibt die Holzkirche ein bedeutender kultureller Punkt im Kaßberg, der den Übergang von einer provisorischen Notlösung hin zu einem geschätzten Denkmal und gastronomischen Treffpunkt verkörpert.

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