Kirche/Kloster

Filialkirche Haunwang St. Katharina

Kirchgasse, 84174 Eching

Highlights

  • Die Filialkirche St. Katharina in Haunwang wurde im 15. Jahrhundert gotisch umgebaut.
  • Ursprünglich romanisch, erhielt die Kirche im 17. Jahrhundert barocke Altäre und eine Zwiebelhaube.
  • Heute gehört Haunwang zum Ortsteil Eching und hat etwa 230 Einwohner.

Tipps

  • Die Filialkirche St. Katharina in Haunwang bietet typisch niederbayerisches ländliches Flair und ist sehenswert für ihre barocke Ausstattung.
  • Interessante Details sind die heiligen drei Madl – Margret, Barbara und Katharina – an den Seitenaltären, die es lohnt, genauer zu betrachten.
  • Die Kirche liegt im Ortsteil Haunwang, etwa drei Kilometer südlich von Eching, gut erreichbar für einen Besuch.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Filialkirche Haunwang St. Katharina

Die Filialkirche Haunwang St. Katharina befindet sich im Ortsteil Haunwang der Gemeinde Eching im niederbayerischen Landkreis Landshut. Das Kirchdorf liegt im Isar-Inn-Hügelland, etwa drei Kilometer südlich von Eching und gleich weit nördlich von Buch am Erlbach. Die Kirche ist Teil des Pfarrverbands Steinzell und zählt heute zu den sakralen Sehenswürdigkeiten der Region.

Die ursprüngliche Kirche war romanischen Ursprungs. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut. Um das späte Mittelalter erhielt sie einen gotischen Chorraum sowie eine Sakristei. Im Zuge der bauplanerischen Veränderungen im frühen Neuzeitlichen Zeitalter wurde das Dach des Kirchenschiffs angepasst und der Turm erhöht, wobei dieser eine charakteristische Zwiebelhaube erhielt. In dieser Zeit wurden auch die gotischen Altäre durch barocke Werke ersetzt. Der Turm bekam 1872 eine neue Spitzhaube. Heute zeugt die barocke Innenausstattung von der Gestaltung des 17. Jahrhunderts, während einzelne Elemente wie eine Marienstatue im Rosenkranz vor dem Chorbogen an die spätgotische Ausstattung erinnern.

Die Kirche beherbergt unter anderem zwei Seitenaltäre, auf denen Figuren der Heiligen Margareta, Barbara und Katharina zu sehen sind – eine Anspielung auf die „drei heiligen Madl“, wie sie in der Volkskunde verbreitet sind. Diese Darstellungen laden dazu ein, sich mit der Ikonografie und der Volksfrömmigkeit auseinanderzusetzen. Die Architektur und die Ausstattung der Kirche spiegeln die Entwicklung vom Spätgotischen bis ins Barock wider und machen sie zu einem interessanten Beispiel ländlicher Kirchenbaukunst in Niederbayern.

Haunwang selbst hat eine urkundlich belegte Geschichte, die bis ins Frühmittelalter zurückreicht. Schon im 8. Jahrhundert wurde der Ort erwähnt, später war er Sitz adeliger Geschlechter. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer, bis der Ort schließlich in die Gemeinde Eching eingemeindet wurde. Heute ist Haunwang ein ruhiger Ortsteil mit ländlichem Charakter, der durch seine Kirche und Vereine wie die Eichenlaubschützen oder die Freiwillige Feuerwehr geprägt ist.

Die Filialkirche St. Katharina steht für die religiöse und kulturelle Tradition des Dorfes. Ihre Architektur und Innenausstattung bieten einen Einblick in verschiedene Epochen der bayerischen Kirchengeschichte. Der Ort selbst lädt mit seinem ländlichen Flair zu einem ruhigen Besuch ein, der sowohl kulturhistorisches Interesse als auch eine Atmosphäre fernab des Alltags befriedigt.

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