Kirche/Kloster

St. Johann Baptist

Pfarrstraße 12, 84174 Eching

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Johann Baptist in Eching ist eine barocke Saalkirche und Baudenkmal.
  • Sie wurde 1708–1710 nach einem Einsturz der Vorgängerkirche erbaut und steht unter Denkmalschutz.
  • Die Kirche gehört zum Pfarrverband Steinzell und wurde erstmals 816 erwähnt.

Tipps

  • Die barocke Saalkirche St. Johann Baptist in Eching ist ein kulturelles Juwel mit historischem Wert und barocker Ausstattung.
  • Besucher finden besondere Aufmerksamkeit auf den heiligen Geist an der Decke und die Ölbergdarstellung hinter dem Kreuz.
  • Die Kirche liegt nahe dem Echinger Stausee und ist Teil des Pfarrverbandes Steinzell in der Erzdiözese München und Freising.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Johann Baptist

Die Pfarrkirche St. Johann Baptist in Eching zählt zu den bedeutenden barocken Sakralbauten Niederbayerns und ist ein geschütztes Baudenkmal. Die Kirche ist dem Johannes dem Täufer geweiht und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Echinger Stausee. Sie ist Teil des Pfarrverbands Steinzell und gehört zur Erzdiözese München und Freising. Die räumliche Lage im Weiler Eching sowie die unmittelbare Nachbarschaft zur Wasserfläche verleihen dem Gotteshaus eine besondere landschaftliche Ausstrahlung.

Die Geschichte der Kirche reicht weit zurück. Bereits im frühen Mittelalter bestand an dieser Stelle eine Kirche, die eng mit dem Bistum Freising verbunden war. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die kirchliche Struktur mehrfach, bis die Pfarrei schließlich an das Kollegiatstift St. Kastulus in Landshut gebunden wurde. Der heutige barocke Bau entstand nach dem Einsturz der Vorgängerkirche infolge von Hochwasser und Unterspülungen. Der Neubau wurde vom Kollegiatstift finanziert und in den Jahren um 1708 bis 1710 unter Leitung lokaler Baumeister errichtet. Die Architektur folgt dem Typus der Saalkirche und zeigt deutliche Einflüsse des südbayerischen Barocks.

Die Kirche beherbergt eine kunstvolle barocke Innenausstattung, die maßgeblich durch Stiftungen der Grafen von Preysing-Hohenaschau geprägt wurde. Im Zuge einer umfassenden Renovierung in den Jahren um 2013 wurde unter anderem der erste vollständig aus Keramik gefertigte Volksaltar Deutschlands eingeweiht. Auch die Innenwände wurden restauriert, wobei die ursprüngliche Kalkfassung wieder sichtbar gemacht wurde. Der Boden erhielt eine neue Gestaltung mit Solnhofer Platten, und die Bänke wurden durch dunkel geräuchertes Eichenholz ersetzt. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, dass das Erscheinungsbild der Kirche heute weitgehend ihrem historischen Aussehen entspricht.

Auf dem Kirchgelände befindet sich zudem die Grabkapelle der Grafen von Preysing, eine neoromanische Basilika, die 1891 erbaut wurde. Die Kapelle sowie der umliegende Friedhof mit seiner historischen Ummauerung aus dem 18. oder 19. Jahrhundert ergänzen den sakralen Komplex. Die Kirche selbst ist durch ihre räumliche Nähe zum Echinger Stausee in das natürliche Umfeld eingebunden, was sie zu einem markanten Punkt im Ortsbild macht.

Mit einem Durchschnittsbewertung von 4,9 von 5 Sternen spiegelt die hohe Wertschätzung durch Besucherinnen und Besucher wider. Gäste betonen die künstlerische und historische Bedeutung des Gotteshauses und sehen in der Kirche nicht nur einen Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturelles Zeugnis der Region. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Theaterkirche-Ästhetik, dem von der Decke herabkommenden Heiligen Geist sowie der Ölbergdarstellung im Hintergrund des Kreuzes.

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