Ehrenfriedhof Edewecht
Highlights
- Im Zentrum steht ein 5-Tonnen-Gedenkstein mit den Namen von 112 im Zweiten Weltkrieg gefallenen Edewechter Bürgern.
- Die Mahninschrift ehrt alle Opfer der Gemeinde Edewecht, die vom Krieg 1939–1945 und seinen Folgen betroffen waren.
Tipps
- Der Ehrenfriedhof Edewecht liegt zentral im Ort und ist zu Fuß gut erreichbar.
- Die Sandsteinmauer mit den alten Ehrentafeln der Kriege 1866, 1870/71 und 1914–1918 ist an der Westseite des Platzes zu finden.
- Der Gedenkstein trägt die Namen von 112 im Zweiten Weltkrieg gefallenen Einwohnern aus Edewecht.
Eigenschaften
Über Ehrenfriedhof Edewecht
Der Ehrenfriedhof Edewecht befindet sich im Ort Edewecht, einem Gemeindeteil der Stadt Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland, Niedersachsen. Der Friedhof wurde 1964 angelegt, um die zuvor einzeln im Ort verteilten Kriegsdenkmäler an einer zentralen Stelle zu vereinen. Damit entstand ein würdiger Ort der Erinnerung, an dem die Opfer früherer Kriegen sowie des Zweiten Weltkriegs geehrt werden.
Im Zentrum des Ehrenfriedhofs steht ein markanter Gedenkstein, der auf einem Sockel ruht und ein Gewicht von fünf Tonnen erreicht. Der flache Stein trägt auf seinen vier Seitenflächen die Namen von 112 Edewechter Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Die Namen der Kriegsgefallenen sind sorgfältig eingraviert. Im Jahr 1970 erfolgte die Überführung der Kriegsgräber vom ehemaligen kirchlichen Friedhof auf diesen Ehrenfriedhof, um eine zentrale Ruhestätte zu schaffen.
Eine Sandsteinmauer an der Westseite des Geländes fasst die alten Ehrentafeln der früheren Kriege zusammen. Dazu gehören die Kriegsjahre 1866, 1870/71 sowie der Erste Weltkrieg. Die Inschriften an der Mauer ehren alle Opfer der Gemeinde Edewecht, die vom Krieg und seinen Folgen betroffen waren. Sie tragen Gedenkworte wie „Den Lebenden zur Mahnung“ sowie „Im Leben Feind – im Tode vereint“. Daneben finden sich separate Erinnerungen an Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, deren Schicksale mit Namen verzeichnet sind.
Die Niederschrift der Namen der Gefallenen erfolgte nach Kriegsende sorgfältig und umfasst Angaben zu Dienstgrad, Geburts- und Todesdatum sowie der militärischen Einheit. Die Gedenkstätte dient somit als geschichtsträchtiges Dokument der regionalen Kriegsgeschichte und erinnert an die Menschen, die für ihr Dorf und ihre Gemeinschaft im Einsatz standen. Die Stille und Würde des Ortes laden dazu ein, innezuhalten und der Opfer zu gedenken.