Denkmal/Gedenkstätte

Haage-Denkmal

Hedemannsweg, 99092 Erfurt

Highlights

  • 1866 errichtete der Erfurter Verschönerungsverein ein Denkmal für Friedrich Adolph Haage im Hopfengrund, basierend auf seinem Grabmal mit Portrait-Medaillon.
  • Das Denkmal wurde 1934 im Hopfengrund am Steigerwald erneuert; heute befindet sich der Sockel am ursprünglichen Standort, während die Anlage auf dem gegenüberliegenden Hügel verschwunden ist.

Tipps

  • Der Zugang zum Haage-Denkmal erfolgt über den Hopfengrund im Steigerwald, wo sich der Sockel des Denkmals in seiner ursprünglichen Position befindet.
  • Das Denkmal wurde 1866 vom Erfurter Verschönerungsverein als Anerkennung für die Verdienste Friedrich Adolph Haages um die Stadt errichtet und später 1934 erneuert.
  • Die historische Bedeutung des Denkmals zeigt sich durch die Verbindung zu frühen Gärtnereitraditionen Erfurts, insbesondere dem Anbau von Brunnenkresse im 19. Jahrhundert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Haage-Denkmal Erfurt – Kulturdenkmal erkunden

Das Haage-Denkmal in Erfurt ist ein historisches Denkmal, das an die Verdienste der Familie Haage um die Stadt und die Gärtnerei erinnert. Der Ursprung des Denkmals geht auf das Jahr zurück, als der „Erfurter Verschönerungsverein“ Friedrich Adolph Haage ehrte – einen bedeutenden Gärtner und Ehrenamtler, der seit 1822 in Erfurt aktiv war. Das Denkmal wurde im Hopfengrund des Steigerwaldes errichtet, einem Ort, der heute noch als Teil des Erfurter Stadtbildes bekannt ist. Ursprünglich stand es am Fuße des Steigers, doch der genaue Standort des ersten Denkmals ist heute nicht mehr vollständig rekonstruierbar.

Friedrich Adolph Haage war nicht nur ein erfolgreicher Gärtner, sondern auch ein engagiertes Mitglied des 1838 gegründeten Gartenbauvereins in Erfurt. Sein Wirken prägte die Entwicklung der Gärtnerei in der Region, insbesondere durch die Professionalisierung des Brunnenkressenanbaus. Die Familie Haage, die mehrere Gärtnereien in Erfurt betrieb, trug maßgeblich zur Verschönerung der Stadt bei. Das Denkmal im Hopfengrund wurde später erneuert, wobei der Sockel bis heute an seinem ursprünglichen Platz erhalten blieb. Eine weitere Anlage auf dem gegenüberliegenden Hügel ist jedoch nicht mehr auffindbar.

Ursprünglich bestand das Denkmal aus einem Grabmal mit einem Portrait-Medaillon, das der Verschönerungsverein von der Familie Haage zur Verfügung gestellt erhielt. Später wurde es im Jahr 1934 im Hopfengrund erneuert, um Haages Verdienste um Erfurt zu würdigen. Obwohl das Wissen um die genaue Geschichte des Denkmals teilweise verloren gegangen ist, bleibt es ein Symbol für das Engagement der Familie Haage in der Gärtnerei und im städtischen Leben.

Das Haage-Denkmal steht in Verbindung mit weiteren historischen Orten in Erfurt, wie dem Augustapark oder der Hochheimer Ecke, die ebenfalls durch den Verschönerungsverein gestaltet wurden. Die Familie Haage war zudem mit dem Deutschen Gärtner-Verband verbunden, dessen Büreau und die „Deutsche Gärtner-Zeitung“ hier ihren Ursprung fanden. Trotz der Veränderungen über die Jahrhunderte bleibt das Denkmal ein Zeugnis der langjährigen Tradition der Gärtnerei und des ehrenamtlichen Engagements in Erfurt.

Wer sich für die Geschichte der Erfurter Gärtnerei und die kulturelle Entwicklung der Stadt interessiert, findet im Haage-Denkmal einen besonderen Ort. Es verbindet die Erinnerung an eine einflussreiche Familie mit der Landschaft des Steigerwaldes und zeigt, wie Gärtnerei und Stadtverschönerung eng miteinander verwoben waren. Auch wenn das Denkmal heute nicht mehr in vollem Umfang erhalten ist, bleibt sein historischer Wert ein wichtiger Teil des Erfurter Kulturerbes.

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