Kirche/Kloster

Kath. Pfarramt St. Vitus

Hofmark 4, 82393 Iffeldorf

Highlights

  • Barockkirche St. Vitus in Iffeldorf: Rundbau mit Kuppel und Zwiebeltürmchen, 1698–1701 nach Plänen von Johann Schmuzer erbaut.
  • Wallfahrtsort mit spätgotischer Marienstatue, 1672 in hohler Eiche aufgestellt; Kirche entstand durch wachsende Verehrung im Barockzeitalter.

Tipps

  • Der barocke Rundbau mit Kuppel und Zwiebeltürmchen entstand 1698–1701 als Ersatz für eine überfüllte Wallfahrtskapelle, die 1672 in einer hohlen Eiche errichtet worden war.
  • Die spätgotische Marienstatue, die ursprünglich auf dem Hochaltar der Pfarrkirche gestanden hatte, bildet den Mittelpunkt der Verehrung in der Kapelle.
  • Die Baugeschichte zeigt enge Verbindungen zwischen dem Kloster Wessobrunn und der Hofmark Iffeldorf, die bereits 1653 durch gemeinsame Beziehungen geprägt wurden.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in Iffeldorf: Pfarramt St. Vitus

Das Katholische Pfarramt St. Vitus in Iffeldorf ist ein historisches Bauwerk, das tief mit der regionalen Frömmigkeitsgeschichte verbunden ist. Der kleine, prächtige Rundbau mit markanter Kuppel und zwei charakteristischen Zwiebeltürmchen entstand zwischen 1698 und 1701 auf Initiative des Wessobrunner Abtes Virgil Dallmayr. Der Klosterbaumeister Johann Schmuzer schuf das Gebäude auf der Flur „Hey Bichl“ als Ersatz für eine überfüllte Wallfahrtsstätte, die bereits seit 1672 in einer hohlen Eiche aufbewahrt wurde.

Auslöser für den Neubau war eine spätgotische Marienstatue, die ursprünglich auf dem Hochaltar der Pfarrkirche gestanden hatte. Das Bildnis der „Lieben Frau“ war seit 1615 Gegenstand einer lokalen Verehrung und zog immer mehr Pilger an. Doch die einfache Eichenkapelle wurde im barocken Wallfahrtszeitalter bald zu klein, sodass der Rundbau als repräsentative Wallfahrtskirche errichtet wurde – ein Zeugnis des religiösen Engagements der Zeit.

Die Entstehung des Pfarramts steht auch im Kontext der engen Verbindung zwischen dem Kloster Wessobrun und der Hofmark Iffeldorf, die seit 1653 bestand. Ein tragisches Ereignis prägte zudem die Geschichte des Ortes: Nur wenige Wochen nach der Grundsteinlegung der Kapelle brach ein Großfeuer in Iffeldorf aus, das die gotische Pfarrkirche und mehrere Wohngebäude zerstörte. Obwohl das Pfarramt selbst nicht betroffen war, zeigt dieser Vorfall die Verwundbarkeit und den Wiederaufschwung der Gemeinde.

Heute ist das Pfarramt St. Vitus ein stilles, aber bedeutendes Bauwerk, das die spirituelle Tradition Iffeldorfs bewahrt. Der barocke Rundbau mit seinen architektonischen Details – wie der Kuppel und den Türmchen – spiegelt den Glauben und das handwerkliche Können des 17. Jahrhunderts wider. Trotz eines moderaten Google-Ratings von 2,0 bleibt der Ort ein Ort der Andacht und ein historisches Juwel, das Einblicke in die Frömmigkeitsgeschichte der Region bietet.

Besucher können hier nicht nur die sakrale Architektur bewundern, sondern auch die Verbindung zwischen Kloster, Wallfahrt und Dorfgemeinschaft nachvollziehen. Das Pfarramt St. Vitus steht als stummer Zeuge einer Zeit, in der Glaube und Architektur eng verwoben waren – ein Ort, der bis heute die spirituelle Identität Iffeldorfs prägt.

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