Kirche/Kloster

St.Maria und Florian

Forggenseestraße 74, 87645 Schwangau-Waltenhofen

Highlights

  • Die Pfarrkirche St. Maria und Florian in Schwangau-Waltenhofen wurde 742 vom Augsburger Bischof Wikterp geweiht.
  • Das heutige Kirchengebäude stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde um 1500 erweitert.
  • Innenräume und Ausstattung spiegeln barocke und neubarocke Gestaltung unter verschiedenen Pfarrern wider.

Tipps

  • Besuchen Sie die St. Maria und Florian Kirche in Schwangau-Waltenhofen für ein besinnliches Adventsingen oder Weihnachtskonzert direkt am Forgensee.
  • Die Kirche ist reich an Geschichte – entdecken Sie frühgeschichtliche Fundamente, barocke Kunst und das berühmte Waltenhofener Fastentuch.
  • Nehmen Sie sich Zeit für die detailreiche Innenausstattung, darunter Schnitzfiguren, Stuckarbeiten und Gemälde vom Meister der Nazarener.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St.Maria und Florian

Die Pfarrkirche St. Maria und Florian in Schwangau-Waltenhofen zählt zu den bedeutenden sakralen Bauten Bayerns und verkörpert über zwölf Jahrhunderte christlicher Geschichte. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde bereits im 8. Jahrhundert durch den Priester Tosso und den Diakon Magnus gegründet und wenige Jahre später vom Augsburger Bischof geweiht. Tosso selbst wurde später Bischof von Augsburg. Archäologische Fundamente belegen die Existenz dieser Urkirche noch heute.

Der heutige Kirchenbau entstand im 14. Jahrhundert und wurde im 16. Jahrhundert erweitert. Einige der bemerkenswerten Kunstwerke aus dieser Zeit sind die Ölbergruppe im Vorzeichen sowie das sogenannte „Waltenhofener Fastentuch“, von dem heute eine Kopie in der Kirche ausgestellt wird. Ein Kruzifix am Kreuzaltar soll im Jahr 1520 bei einem Hochwasser des Lechs angeschwemmt worden sein. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche barockisiert, darunter der Hochaltar von 1720, geschaffen von Franz Schlosser und Bonaventura Stapf. Die Kanzel und weitere Schnitzarbeiten stammen von Anton Sturm, weitere Ausstattungsgegenstände von regionalen Handwerkern.

Im 19. Jahrhundert wurde die Kirche erneut umfassend umgestaltet. Caspar Wiederhut schuf neue Altarbilder und Gemälde in nazarenischer Tradition, darunter das Hochaltarbild der Mariä Aufnahme in den Himmel. Die Stuckdecke im Langhaus wurde von Anton Scherer mit Szenen aus der Geburt Christi verziert. Ein besonderes Bauwerk innerhalb der Kirche ist das Oratorium, das 1837 im Chorraum auf Anordnung von Kronprinz Maximilian errichtet wurde. Eine Gedenktafel erinnert zudem an die Konversion der Königinmutter Marie im Jahr 1874.

Die Kirche steht in unmittelbarer Nähe zum Forgensee und ist sowohl wegen ihrer architektonischen wie auch ihrer künstlerischen und historischen Bedeutung von Interesse. Zahlreiche Besucher berichten von einer besinnlichen Atmosphäre, etwa während des alljährlichen Alpenländischen Adventsingens oder bei Weihnachtskonzerten. Im Friedhof der Kirche ruht auch Pater Pankratius Pfeiffer, der als „Engel von Rom“ bekannt wurde. Die benachbarte Magnuskapelle markiert den Ort, an dem einst Magnus sein Kreuz aufstellte und gemeinsam mit Tosso den Grundstein legte.

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