Ausflug Natur

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Muldenstraße 3, 08309 Eibenstock

Tipps

  • Die Talsperre Eibenstock dient hauptsächlich der Trinkwasserversorgung für Chemnitz und Zwickau – ein Besuch lohnt zur technischen Betrachtung der Anlage.
  • Das Wasser der Talsperre ist weich und enthält natürliche Huminstoffe, die eine braune Färbung verursachen können – dies beeinträchtigt die Qualität, nicht jedoch die Gesundheit.
  • Baden und Freizeitsport auf dem Stausee sind nicht erlaubt, um die Trinkwasserqualität zu schützen – Besucher sollten dies beachten.

Eigenschaften

Ganzjährig

Über Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen

Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen mit Sitz in Eibenstock ist für die Bewirtschaftung und den Betrieb der sächsischen Talsperren zuständig und damit ein wichtiger Akteur im Bereich der Wasserversorgung und Naturbewirtschaftung. Die Behörde unterhält in Eibenstock ein modernes Bürogebäude, das den Anforderungen eines zeitgemäßen Arbeitsumfelds gerecht wird. Als Teil eines flächendeckenden Staatsbetriebs ist sie nicht nur in der Region um Eibenstock, sondern im gesamten Freistaat Sachsen aktiv tätig.

Im Fokus ihrer Tätigkeit steht die Talsperre Eibenstock, die sich östlich von Schönheiderhammer in der Zwickauer Mulde befindet und die größte Trinkwassertalsperre Sachsens darstellt. Sie versorgt rund 600.000 Menschen im Raum Chemnitz und Zwickau mit hochwertigem Rohwasser. Neben der Trinkwasserversorgung erfüllt die Talsperre wichtige Funktionen im Hochwasserschutz, bei der Niedrigwasseraufhöhung und leistet auch einen geringen Beitrag zur Stromerzeugung aus Wasserkraft. Das Wasser gelangt über einen rund 11,3 Kilometer langen Stollen zum Wasserwerk Burkersdorf.

Die Wasserqualität der Talsperre Eibenstock ist von natürlichen Einflüssen geprägt. Mit einer Härte von 1,75 Grad dH gilt das Wasser als sehr weich. Die Sichttiefe liegt im Jahresmittel bei 450 Zentimetern. Aufgrund des Schutzes der Trinkwassergewinnung ist das Baden und Freizeitsport auf dem Stausee nicht erlaubt. Besondere Herausforderungen bei der Wasserqualität entstehen durch Huminstoffe, die aus Mooren und Wäldern stammen, insbesondere aus dem Hochmoor Großer Kranichsee. Diese führen zu einer charakteristischen braunen Verfärbung des Wassers, was aufwendige Aufbereitungsverfahren in den Wasserwerken erforderlich macht.

Um die Wasserqualität zu sichern, wurden bereits Maßnahmen ergriffen, etwa der Bau von Vorbeckensystemen und Umleitungsanlagen, um belastetes Wasser gezielt an der Talsperre vorbeizuleiten. Zudem sorgt ein fast fünf Kilometer langer Stollen dafür, dass die Abwässer aus den umliegenden Gemeinden wie Eibenstock, Schönheide und Stützengrün direkt zur Kläranlage Wolfsgrün geleitet werden, ohne die Talsperre zu beeinträchtigen. Diese Infrastruktur trägt entscheidend dazu bei, die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern und gleichzeitig die ökologische Qualität des Gewässersystems zu erhalten.

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