Willibaldsburg
Highlights
- Die Willibaldsburg in Eichstätt wurde 1355 von den Bischöfen als wehrhafte Residenz gegründet.
- Das Renaissanceschloss entstand unter Fürstbischof Johann Conrad von Gemmingen mit Planung durch Elias Holl.
- Heute beherbergt die Burg das Jura-Museum, das Museum für Ur- und Frühgeschichte sowie den Bastionsgarten.
Tipps
- Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.
- Parkplätze sind im Burghof sowie an der Burgstraße vorhanden.
- Der Bastionsgarten lädt zum Verweilen ein und erinnert an den historischen Pflanzengarten.
Eigenschaften
Über Willibaldsburg
Die Willibaldsburg in Eichstätt ist eine geschichtsträchtige Burganlage, die ursprünglich um die Mitte des 14. Jahrhunderts als wehrhafte Residenz der Eichstätter Fürstbischöfe errichtet wurde. Auf einem langgezogenen Bergsporn über dem Altmühltal gelegen, bot die Burg nicht nur eine strategisch günstige Position, sondern präsentierte auch ein eindrucksvolles architektonisches Ensemble. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert, darunter unter maßgeblicher Beteiligung des Augsburger Baumeisters Elias Holl, der sie im frühen 17. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umbaute. Noch heute prägt der sogenannte Gemmingenbau mit seiner markanten Zweiturmfassade das Erscheinungsbild der Anlage.
Heute beherbergt die Willibaldsburg mehrere bedeutende Museen und kulturelle Einrichtungen. Das Jura-Museum entführt Besucher in eine faszinierende Welt aus der Zeit der Dinosaurier und präsentiert beeindruckende Fossilien, darunter den weltweit einzigen vollständig erhaltenen Juravenator sowie einen archäologisch bedeutenden Archaeopteryx. Ergänzt wird die Ausstellung durch lebendige Elemente wie Aquarien mit „lebenden Fossilien“, die die urzeitliche Meereswelt anschaulich machen. Ebenfalls sehenswert ist das Museum für Ur- und Frühgeschichte, das anhand bedeutender archäologischer Funde die Entwicklung der Region von der Steinzeit bis ins Frühmittelalter darstellt – darunter ein Mammutskelett und eine seltene spätmerowingische Grabanlage.
Ein weiteres Highlight der Willibaldsburg ist der historische Bastionsgarten, der 1998 eröffnet wurde und auf dem berühmten „Hortus Eystettensis“ des Apothekers Basilius Besler basiert. Dieser botanische Garten erinnert an den einstigen Prunkgarten des Fürstbischofs und lädt zum Verweilen und Entdecken ein. Die gesamte Anlage ist zudem von großer kulturhistorischer Bedeutung und steht unter Denkmalschutz. Die Burg selbst ist sowohl als Baudenkmal als auch durch ihre archäologischen Funde im Untergrund von hohem historischen Wert. Die Innenräume des Jura-Museums, gestaltet von Karljosef Schattner, sind zudem selbst unter Denkmalschutz gestellt.
Die Willibaldsburg zählt heute zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region und bietet für alle Altersgruppen etwas. Ob im Museumstaumel der Jurazeit, beim Streifgang durch die Ur- und Frühgeschichte oder beim Spaziergang im Bastionsgarten – die Burg vereint Bildung, Geschichte und Natur in einem einzigartigen Ambiente. Mit ihren wechselnden Ausstellungen, barrierearmen Zugängen und familienfreundlichen Angeboten ist sie ein lohnendes Ziel für Kulturinteressierte und Naturliebhaber gleichermaßen.