Bastionsgarten
Highlights
- Der Bastionsgarten in Eichstätt wurde 1998 auf der Schmiedebastion der Willibaldsburg eröffnet.
- Er zeigt eine Auswahl der 1048 Pflanzen aus dem historischen Hortus Eystettensis von 1613.
- Die Anlage folgt der jahreszeitlichen Blütezeit und erinnert an den ehemaligen Garten des Fürstbischofs.
Tipps
- Beim Rundgang durch den Bastionsgarten die verschiedenen Pflanzengerüche bewusst wahrnehmen – besonders lohnend bei sonnigem Wetter.
- Vom Parkplatz der Berufsschule aus führt ein etwa siebenminütiger Fußweg zum Garten, alternativ kann mit dem Auto bis zur Burg gefahren werden.
- Der Garten folgt der zeitlichen Struktur des historischen Hortus Eystettensis – ein Spaziergang durch die Jahreszeiten ist lohnenswert.
Eigenschaften
Ausflug Natur Park Stadt Eichstätt - Bastionsgarten
Der Bastionsgarten in Eichstätt zählt zu den besonderen botanischen Sehenswürdigkeiten Bayerns und lädt Besucher zu einem spannenden Streifzug durch die Geschichte der Gartenkunst ein. Er befindet sich auf der Schmiedebastion der historischen Willibaldsburg und wurde von der Bayerischen Schlösserverwaltung angelegt. Die Anlage eröffnete im Jahr 1998 und folgt in ihrer Gestaltung und Bepflanzung dem berühmten Werk „Hortus Eystettensis“ von Basilius Besler, das erstmals 1613 veröffentlicht wurde. Dieses Kupferstichwerk dokumentierte den einstigen botanischen Garten des Fürstbischofs Johann Conrad von Gemmingen, der ab 1592 entstand und damals als einer der bedeutendsten Gärten Europas galt.
Der Bastionsgarten ist keine exakte Rekonstruktion des historischen Hortus Eystettensis, da die ursprüngliche Lage nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges nicht mehr rekonstruierbar war. Stattdessen wurde ein neuer Standort auf der Nordseite der Willibaldsburg gewählt, der mit etwa 1500 Quadratmetern eine beeindruckende Fläche bietet. Die Gestaltung des Gartens orientiert sich symbolisch an der Struktur des gleichnamigen Pflanzenbuchs: Der Grundriss erinnert an ein aufgeschlagenes Buch, und die einzelnen Beetabschnitte folgen der zeitlichen Abfolge der Blütezeiten der im Werk abgebildeten Pflanzen – beginnend mit Frühjahrtspflanzen im Nordwesten bis hin zu Herbstblühern im Südosten.
Etwa die Hälfte der insgesamt 1048 im „Hortus Eystettensis“ verzeichneten Pflanzenarten findet sich heute im Bastionsgarten wieder. Darunter sind auch damals als exotisch geltende Gewächse wie die Sonnenblume, die Kartoffel oder die Tomate, die damals unter dem Namen „Liebesapfel“ bekannt war. Neben diesen Kuriositäten beherbergt der Garten auch seltene Tulpen- und Feigenarten sowie zahlreiche weitere botanische Schätze, die sowohl fachkundige Gartenliebhaber als auch interessierte Laien ansprechen. Die Bepflanzung wechselt im Laufe der Saison und spiegelt so die Vielfalt und Dynamik des historischen Vorbilds wider.
Der Garten ist besonders wegen seiner einmaligen Verbindung von Geschichte, Botanik und Architektur ein lohnendes Ausflugsziel in der Stadt Eichstätt. Die zentrale Lage auf der Willibaldsburg bietet zudem einen herrlichen Ausblick über die Stadt und das nahegelegene Altmühltal. Besucher berichten von einem Ort der Ruhe und Inspiration, der durch seine liebevolle Pflege und außergewöhnliche Bepflanzung überzeugt. Der Eintritt ist frei, wodurch der Garten besonders für Familien, Naturliebhaber und Kulturinteressierte attraktiv ist. Wer möchte, kann den Besuch des Gartens mit einer Erkundung der Willibaldsburg verbinden, die ebenfalls sehenswert ist.
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Häufige Fragen zu Bastionsgarten
Was ist der Bastionsgarten in Eichstätt?
Quelle: wikipedia
Worauf basiert die Gestaltung des Bastionsgartens?
Quelle: website
Welche Pflanzen kann man im Bastionsgarten sehen?
Quelle: wikipedia
Wann wurde der Bastionsgarten eröffnet?
Quelle: wikipedia
Ist der Eintritt in den Bastionsgarten frei?
Quelle: website