Figurenfeld im Hessental
Highlights
- Das Figurenfeld im Hessental bei Eichstätt besteht aus 78 überlebensgroßen Skulpturen des Bildhauers Alois Wünsche-Mitterecker.
- Es wurde als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt konzipiert und ist seit 1976 unter Denkmalschutz gestellt.
- Die Figuren sind aus einem speziellen Betongemisch mit Granit- und Basaltkörnern gefertigt und wiegen durchschnittlich 3,5 Tonnen.
Tipps
- Das Figurenfeld ist jederzeit zugänglich und liegt östlich von Eichstätt an der Jura-Hochstraße nach Kinding.
- Vom Parkplatz beim Kreisbauhof aus führt ein etwa ein Kilometer langer Fußweg mit leichten Anstieg über einsame Felder zum Skulpturenfeld.
- Die 78 überlebensgroßen Figuren aus Beton, Granit und Basalt wurden zwischen 1958 und 1975 errichtet und sind Teil eines Mahnmals gegen Krieg und Gewalt.
Eigenschaften
Über Figurenfeld im Hessental
Das Figurenfeld im Hessental ist ein beeindruckendes Skulpturenfeld östlich von Eichstätt, gelegen in einer sanften Mulde auf den Hängen zwischen Eichstätt und Landershofen. Es wurde vom einheimischen Bildhauer Alois Wünsche-Mitterecker als Mahnmal gegen Krieg und Gewalt geschaffen. In einer kargen Juralandschaft aus Heidegras, Wacholderbüschen und Felsblöcken erheben sich überlebensgroße Figuren aus einem speziellen Betongemisch mit Granit- und Basaltkörnern. Diese Gestalten wirken fast wie Teil eines Schlachtfelds – kauernd, kämpfend, liegend oder kriechend – ohne klare Ordnung oder Siegerdarstellung. Die Skulpturen, teilweise schwerer als sechs Tonnen, vermitteln durch ihre drastische Formensprache eine Gegenposition zu traditionellen Kriegsdenkmälern.
Der Künstler widmete dem Werk über 20 Jahre seines Lebens und nutzte dafür seine Werkstatt in Eichstätt. Die Figuren wurden nach seinen Entwürfen gegossen und dann einzeln auf das Gelände transportiert. Während der Arbeit wurde Wünsche-Mitterecker von einer umstürzenden Skulptur schwer verletzt, was zu seinem vorzeitigen Tod führte, noch bevor das Gesamtwerk vollendet war. Einige Figuren wurden daher erst zwischen 1976 und 1979 nach seinen Plänen ergänzt. Das Figurenfeld steht seit 1976 unter Denkmalschutz und zählt heute zu den bedeutenden zeitgenössischen Kunstwerken Bayerns. Die Skulpturen haben im Laufe der Jahre eine natürliche Patina entwickelt, doch in jüngster Zeit zeigen viele von ihnen gravierende Schäden, weshalb ein Sanierungskonzept in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege erarbeitet wurde.
Das Figurenfeld ist über einen Wanderweg vom Parkplatz am Kreisbauhof oder vom Wanderparkplatz Hessental aus zu erreichen. Der etwa einen Kilometer lange Fußweg führt über sanfte Anstiege und einsame Felder, bevor plötzlich die eindrucksvollen Figuren auftauchen. Die Atmosphäre des Ortes, geprägt von Stille und der Weite der Landschaft, verstärkt den nachdenklichen Charakter des Kunstwerks. Neben seiner künstlerischen Bedeutung ist das Figurenfeld auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, die den Panoramablick auf Eichstätt und das Altmühltal genießen möchten. Mit einer Bewertung von 4,5 von 5 Sternen bei Google wird es von Besuchern als absolut sehenswert beschrieben – nicht nur wegen seiner künstlerischen Einzigartigkeit, sondern auch wegen seiner tiefen Aussagekraft und seiner besonderen Lage inmitten der fränkischen Jura.