Denkmal/Gedenkstätte

Willibaldsbrunnen

Marktpl. 14, 85072 Eichstätt

Highlights

  • Der Willibaldsbrunnen in Eichstätt wurde 1695 unter Fürstbischof Joh. Euchar Schenk von Castell errichtet.
  • Das Brunnenmonument zeigt den Heiligen Willibald in überlebensgroßer Form auf einer Muschelschale.
  • Der barocke Brunnen kostete etwa 18.000 Gulden und wurde mit Spendengeldern finanziert.

Tipps

  • Der Willibaldsbrunnen ist ein barocker Monumentalbrunnen aus dem Jahr 1695 und befindet sich auf dem Eichstätter Marktplatz.
  • Die überlebensgroße Bronze-Statue des Heiligen Willibald ziert eine Muschelschale auf einem vierseitigen Pfeiler.
  • Der Brunnen gilt als sehenswertes Beispiel spätbarocker Brunnenkunst und ist zentral im historischen Stadtbild verankert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Willibaldsbrunnen

Der Willibaldsbrunnen zählt zu den bedeutenden Kulturdenkmälern der Stadt Eichstätt in Bayern und gilt als herausragendes Beispiel barocker Brunnenkunst. Er steht seit seiner Errichtung im Mittelpunkt des Eichstätter Marktplatzes und prägt das Stadtbild maßgeblich. Die Anlage wurde im Jahr 1695 unter Fürstbischof Joh. Euchar Schenk von Castell errichtet und ist bis heute ein fester Bestandteil des historischen Stadtkerns. Die zentrale Figur des Brunnens stellt den Heiligen Willibald dar, den Schutzpatron der Stadt, und wurde in Bronze gegossen. Die Statue ruht auf einer reich gegliederten Architektur aus Stein, die sowohl im vertikalen wie auch im horizontalen Entwurf überzeugt.

Der Brunnen gliedert sich in mehrere Schichten: Aus einem vierpassförmigen Becken erhebt sich ein dreigeschossiger Pfeiler, der durch Delphine, Muscheln und stilisierte Masken geziert ist, aus denen einst Wasser in das Becken floss. Die Bekrönung bildet eine weit ausladende Muschelschale, die die Willibald-Figur trägt. Die Ecken der Schale sind erneut mit maskierten Wasserspeiern versehen. Am Pfeiler befinden sich zudem das Wappen des Stifters sowie mehrere Inschriften, darunter die Jahreszahl der Errichtung. Obwohl keine urkundlichen Hinweise auf die beteiligten Künstler vorliegen, wird angenommen, dass der Entwurf von Jakob Engel stammt und das Modell der Willibald-Figur von Christian Handschuher gefertigt wurde.

Die Geschichte des Brunnens reicht weiter zurück als sein heutiger Bestand: Bereits im Jahr 1625 plante die Stadt einen springenden Röhrenbrunnen auf dem Markt, der dann 1628 erstmals in Betrieb ging. Die Finanzierung erfolgte durch eine Sammlung, an der verschiedene Spender beteiligt waren. Die Kosten der ursprünglichen Anlage beliefen sich auf etwa 18.000 Gulden. Der heutige Willibaldsbrunnen ersetzte diese frühere Konstruktion und wurde zu einer zentralen Ausstattung des barocken Stadtbildes. Seine kunstvolle Ausführung und die harmonische Einbindung in den Marktplatz machen ihn zu einem geschätzten Ort der Erholung und Begegnung.

Gäste schätzen den Brunnen als ruhigen Aufenthaltsort inmitten der historischen Gassen Eichstätts. Er ist von allen Seiten einsehbar und trägt durch seine Schmückung zur Jahreszeit – etwa mit Osterzieraten – zur lebendigen Atmosphäre des Marktes bei. Auch im geschmückten Zustand sowie in seiner schlichten Form wird der Brunnen als stimmig und würdevoll wahrgenommen. Seine präsente Lage und die kunsthandwerkliche Qualität machen ihn zu einem nicht wegzudenkenden Teil des Stadtbildes.

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