Kirche/Kloster

St. Beatae Mariae Virginis und Pankratius

Pfarrbereich Bebertal, 39343 Krugstraße

Highlights

  • Die St. Beatae Mariae Virginis und Pankratius in der Krugstraße stammt aus dem Jahr 995 mit erhaltenem romanischem Turm.
  • 1819 wurde ein zweigeschossiger Ostanbau an den Turm angefügt; die neuromanische Fassade besteht aus rotem Sandstein mit Rundbögen.
  • Im Eingangsraum steht eine romanische Altarplatte (1700 umgesetzt) mit Sepulcrum, während die barocke Kanzelaltarwand 1970 entfernt wurde.

Tipps

  • Der romanische Turm aus dem 10. Jahrhundert bildet den ältesten erhaltenen Teil der Kirche und zeigt sich als markanter Kontrast zum neuromanischen Hauptbau.
  • Die neuromanische Fassade besteht aus regelmäßig verlegten roten Sandsteinquadern, die durch drei Rundbögen und symmetrische Blendnischen optisch strukturiert werden.
  • Im Eingangsbereich befindet sich eine senkrecht aufgestellte romanische Altarplatte mit einem sichtbaren Sepulcrum, das ursprünglich im Boden verankert war.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakral: St. Beatae Mariae Virginis & Pankratius in Krugstraße

Die evangelische Kirche St. Beatae Mariae Virginis und Pankratius in der Krugstraße ist ein historisches Juwel mit einer faszinierenden Baugeschichte, die sich über Jahrhunderte erstreckt. Ihr Ursprung reicht bis ins Jahr 995 zurück, als hier erstmals eine Kirche erwähnt wurde. Besonders beeindruckend ist der erhaltene romanische Turm, der als letzter Rest des Vorgängerbaus gilt. An ihn schloss man im Jahr 1819 einen zweigeschossigen Ostanbau an, der den neuromanischen Charakter der heutigen Kirche prägte.

Die neuromanische Fassade besticht durch ihre harmonische Gestaltung aus regelmäßig geschichtetem rotem Sandstein. Die Architektur zeigt sich in drei weitgespannten Rundbögen über den Pfeilern des Seitenschiffs sowie in den symmetrisch angeordneten Blendnischen der Nordwand, die die äußere Struktur nach innen aufgreifen. Der romanische Altarstein mit eingelassenem Sepulcrum wurde im 18. Jahrhundert aus dem Fußboden gehoben und später senkrecht im Eingangsbereich aufgestellt – ein Zeugnis der langen Nutzung und Umgestaltung des Raumes.

Im Inneren finden sich weitere spannende Details. Die barocke Kanzelaltarwand samt Kronleuchter wurde im 20. Jahrhundert entfernt, doch ein Kunstwerk aus dem Jahr 1698 bleibt erhalten: Der Taufengel des Issmann, ein Duplikat des berühmten Bebertaler Taufengels aus der Werkstatt von Michael Helwig. Nach einem Absturz 1842 wurde er restauriert und 1904 wieder an seinen Platz zurückgeführt. Die Orgel durchläuft derzeit eine Sanierung, während der ursprünglich vor der Kirche befindliche Grabstein des Pastors Peter Wilhelm Behrends heute an der Eingangstür des Hauptschiffs aufgestellt ist.

Als evangelisches Gotteshaus bietet sie nicht nur architektonische Schönheit, sondern auch eine tiefe Verbindung zur regionalen Geschichte. Besonders die Kombination aus altem Turm und moderner neuromanischer Gestaltung macht sie zu einem besonderen Ort der Besinnung und des kulturellen Erbes.

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