Galerie

Atelier und Stiftung Ohm

Röntgenstraße 57, 22335 Hamburg-Nord

Highlights

  • Kostümgeschichtliche Sammlung mit Zeichnungen von der Renaissance bis heute, inkl. Nachlass von Wilhelm Ohm und Werken August Ohms.
  • Umfangreiche Mode-Sammlung von Renaissance-Textilien bis Vintage-Fashion, fokussiert auf Avantgarde-Meilensteine und Haute Couture.
  • Privatbesitz gilt als größte kostümgeschichtliche Sammlung Europas mit thematischer Bibliothek und Bilder-Kartei zur Modegeschichte.

Tipps

  • Der Fokus liegt auf bedeutenden Meilensteinen der Modegeschichte, wobei prototypische Objekte die stilistischen und kulturellen Wandlungen von Textilien und Kleidung dokumentieren.
  • Ein separater Bereich widmet sich der Verbindung von Mode und bildender Kunst, indem Kostümstücke mit zeitgenössischen Zeichnungen oder Druckgrafiken in Beziehung gesetzt werden.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunst & Kultur in Hamburg-Nord: Atelier & Stiftung Ohm

Das Atelier und Stiftung Ohm in Hamburg-Nord vereint Kunst, Mode und kulturelle Geschichte zu einem einzigartigen kulturellen Schatz. Im Mittelpunkt steht eine herausragende kostümgeschichtliche Sammlung, die als eine der bedeutendsten Privatsammlungen auf dem europäischen Kontinent gilt. Hier werden nicht nur Textilien, sondern Mode als gleichwertige ästhetische Disziplin neben der Bildenden Kunst präsentiert – ein innovatives Konzept, das sich von klassischen Textilbeständen abhebt.

Der Kern der Sammlung umfasst prägende Einzelstücke von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Vintage-Fashion. Besonders hervorzuheben sind Avantgarde-Mode des 18. Jahrhunderts, Haute Couture des 20. Jahrhunderts sowie ikonische Werke der Avantgarde. Ergänzt wird der Bestand durch eine thematische Bibliothek und eine Bilder-Kartei, die die Entwicklung der Mode historisch und künstlerisch einordnet. Die Auswahl folgt keinem quantitativen Ansatz, sondern setzt auf prototypische Meilensteine, die die Evolution des Stils und der Ästhetik dokumentieren.

Die Sammlung geht auf den Künstler und Sammler Wilhelm Ohm zurück, dessen Einfluss sich auch in den Werken seines Sohnes, des Malers August Ohm, widerspiegelt. Ein Teil des Nachlasses wurde bereits 1986 an die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Kunstsammlungen übergeben und ist heute im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen. Weitere bedeutende Teile der Sammlung wurden in Ausstellungen wie der 1983/84 im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover gezeigten Schau *„Kleid und Bild“* präsentiert – eine Verbindung von Mode und bildender Kunst, die bis heute prägend bleibt.

Das Atelier und die Stiftung bieten nicht nur einen Einblick in diese einzigartige Sammlung, sondern fördern auch wissenschaftliche Forschung und kulturellen Austausch. Regelmäßig finden wechselnde Ausstellungen statt, die Highlights aus den Beständen zeigen und die Relevanz der Mode als künstlerisches Medium unterstreichen. Geplant ist zudem eine dauerhafte Präsentation auf Schloss Rochsburg, die die Sammlung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen wird. Damit bleibt das Atelier Ohm ein zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit Mode als Kunstform in Hamburg-Nord.

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